FSB-Chef mahnt G20: Finanzregulierung anpassen, Stabilität sichern
FSB fordert G20 zu stärkerer Finanzregulierung auf
Der Vorsitzende des Finanzstabilitätsrats (FSB), Andrew Bailey, hat in einem Brief an die G20-Staats- und Regierungschefs vor ihrem Gipfel in Johannesburg die Notwendigkeit globaler Anstrengungen zur Modernisierung und Stärkung der Finanzregulierung betont, um die Stabilität nicht zu gefährden.
Angesichts eines herausfordernden Wirtschaftsausblicks hebt Bailey die wachsende Rolle nicht-bankähnlicher Finanzintermediäre hervor, insbesondere der auf geschätzte 2 Billionen US-Dollar angewachsenen Privatkreditmärkte.
Das FSB verpflichtet sich, die Auswirkungen dieser Entwicklungen auf die Widerstandsfähigkeit des Finanzsystems zu bewerten und die Finanzstabilität zu gewährleisten.
Der Brief unterstreicht zudem die Dringlichkeit, grenzüberschreitende Zahlungen zu verbessern und robuste Rahmenwerke für Stablecoins zu entwickeln, um sichere Innovation und finanzielle Stabilität zu fördern.
Bailey fordert eine sorgfältige Gestaltung der Rahmenwerke für digitale Assets und Stablecoins, um deren effektiven und sicheren grenzüberschreitenden Einsatz zu gewährleisten.
Das FSB wird sich im kommenden Jahr auf Stablecoins und andere Zahlungsformen konzentrieren.
FSB-Fokus auf systemische Risiken und Innovation
Der Finanzstabilitätsrat (FSB) ist ein zentrales internationales Gremium zur Überwachung und Stärkung der globalen Finanzstabilität.
Die Äußerungen seines Vorsitzenden Andrew Bailey, der auch Gouverneur der Bank of England ist, an die G20-Führungsebene signalisieren eine hohe Priorität für die angesprochenen Themen.
Die Betonung von nicht-bankähnlichen Finanzintermediären, insbesondere Privatkreditmärkten, und Stablecoins spiegelt die anhaltenden globalen Debatten über potenzielle systemische Risiken im Schattenbankensektor und im Krypto-Bereich wider.
Dieser Brief dient als Agenda für die G20 und deutet auf verstärkte regulatorische Bemühungen und mögliche zukünftige politische Maßnahmen in diesen Bereichen hin.
FSB setzt Agenda für globale Finanzregulierung
Der Brief des FSB-Vorsitzenden an die G20 ist ein wichtiges Signal für die globale Finanzregulierung.
Er identifiziert kritische Bereiche wie Privatkreditmärkte und Stablecoins als potenzielle Stabilitätsrisiken und fordert verstärkte internationale Zusammenarbeit.
Die Ankündigung, diese Sektoren genauer zu überwachen und Rahmenwerke zu entwickeln, deutet auf zukünftige regulatorische Maßnahmen und eine erhöhte Scrutiny hin.
Dies ist eine klare Forward Guidance für Finanzinstitute und Regulierungsbehörden weltweit.