Schattenbanken-Sektor explodiert, Datenlücken alarmieren FSB
NBFI-Boom und blinde Flecken
Der Schattenbanken-Sektor (NBFI) wuchs 2024 mit 9,4 Prozent doppelt so schnell wie traditionelle Banken und erreichte ein Volumen von 256,8 Billionen US-Dollar.
Damit macht er 51 Prozent der globalen Finanzanlagen aus.
Besonders Investmentfonds, Hedgefonds und Geldmarktfonds trieben diesen Boom an, befeuert durch hohe Risikobereitschaft und steigende Vermögenspreise.
Das FSB warnt jedoch eindringlich vor gravierenden Datenlücken, insbesondere im schnell wachsenden Private-Credit-Markt, was die Einschätzung potenzieller Finanzstabilitätsrisiken erheblich erschwert.
Regulierer im Blindflug?
Seit der globalen Finanzkrise 2008 steht der NBFI-Sektor im Fokus der G20 und des FSB, um systemische Risiken außerhalb des regulierten Bankensektors frühzeitig zu erkennen.
Die nun erneut festgestellte rasante Expansion, gepaart mit der mangelnden Transparenz bei Private Credit, erinnert an frühere Warnsignale.
Regulierer stehen vor der Herausforderung, ein immer größeres und komplexeres Segment zu überwachen, dessen volle Auswirkungen auf die Finanzstabilität im Krisenfall noch unklar sind.
Alarmsignal aus Basel
Der Bericht des FSB ist ein klares Alarmsignal: Das unregulierte Wachstum des Schattenbanken-Sektors, insbesondere im intransparenten Private-Credit-Bereich, schafft blinde Flecken für die Finanzstabilität.
Während die Zahlen beeindruckend sind, ist die eigentliche Botschaft die Dringlichkeit, die Datenlage zu verbessern, bevor potenzielle Risiken systemrelevant werden.
Eine Pflichtlektüre für alle, die sich mit Finanzstabilität beschäftigen.