FSB nimmt Bank-Nonbank-Verflechtung ins Visier
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FSB nimmt Bank-Nonbank-Verflechtung ins Visier

Schattenbanken: Neue Daten zu systemischen Risiken

Der Finanzstabilitätsrat (FSB) intensiviert die Überwachung des Schattenbankensektors (NBFI) und legt den Fokus auf dessen Verflechtungen mit traditionellen Banken.

Der aktuelle Bericht, der Trends in 29 Jurisdiktionen abbildet, sammelt erstmals detaillierte Daten zu Wholesale-Finanzierungen anderer Finanzinstitute und Kreditaktiva von Finanzierungsgesellschaften.

Eine Fallstudie beleuchtet die drei Hauptformen der Interkonnektivität: Einlagen von Non-Banks bei Banken, Kreditengagements von Banken gegenüber Non-Banks sowie Bank-Wertpapierbestände von Investment-, Versicherungs- und Pensionsfonds.

Damit will der FSB systemische Schwachstellen frühzeitig erkennen.

Schattenbanken: Die ewige Baustelle der Stabilität

Seit der globalen Finanzkrise steht der Schattenbankensektor im Fokus der Regulierer.

Seine rasche Expansion und die oft undurchsichtigen Verflechtungen mit dem regulierten Bankensystem bergen systemische Risiken, die der FSB kontinuierlich zu adressieren versucht.

Der jährliche Monitoring Report ist das zentrale Instrument, um diese dynamische Landschaft zu kartieren und potenzielle Schwachstellen aufzudecken, bevor sie zu einer Bedrohung für die Finanzstabilität werden.

Die Herausforderung bleibt die Datenlage, insbesondere im Bereich Private Finance.

Mehr Transparenz, keine Überraschung

Der FSB-Bericht liefert wichtige neue Datenpunkte zur Interkonnektivität von Banken und Schattenbanken – ein seit Langem bekanntes, aber schwer quantifizierbares Risiko.

Für Finanzstabilitätsexperten und Regulierer ist dies Pflichtlektüre.

Eine direkte geldpolitische Implikation oder ein Kurswechsel ist jedoch nicht erkennbar; es handelt sich um eine deskriptive Bestandsaufnahme zur Stärkung der Resilienz.