Schweizer Leistungsbilanz schiesst hoch, Auslandvermögen knackt Billion
Kapitalflüsse und Bewertungsrally
Die Schweizer Leistungsbilanz verzeichnete im dritten Quartal 2025 einen Überschuss von 15 Milliarden Franken, ein kräftiges Plus von 8 Milliarden gegenüber dem Vorjahr.
Haupttreiber war die Normalisierung der Primär- und Sekundäreinkommen, die im Vorjahresquartal noch hohe Ausgabenüberschüsse aufwiesen.
Während der Warenhandel leicht schwächelte, trieben reinvestierte Erträge aus Direktinvestitionen und Portfolioinvestitionen die Kapitalbilanz an.
Das Nettoauslandvermögen der Schweiz überschritt erstmals die Billionen-Grenze, getragen von global steigenden Börsenkursen, die Aktiven um 73 Milliarden Franken aufblähten.
Ein starkes Zeugnis für die Resilienz und globale Verflechtung der Schweizer Wirtschaft.
Schweiz als globaler Kapitalmagnet
Die Schweiz festigt mit diesen Zahlen ihre Position als einer der weltweit grössten Netto-Kapitalexporteure.
Der anhaltend hohe Leistungsbilanzüberschuss und das auf über eine Billion Franken angewachsene Nettoauslandvermögen unterstreichen die strukturelle Stärke der Volkswirtschaft und ihre Attraktivität für internationale Investitionen.
Gerade in einem Umfeld globaler Unsicherheiten belegen die stabilen Kapitalflüsse und die positiven Bewertungseffekte die Robustheit der Schweizer Finanzmärkte und die Bedeutung des Landes als sicherer Hafen für Vermögenswerte.
Starke Zahlen, wenig Überraschung
Die Zahlen zur Zahlungsbilanz und zum Auslandvermögen sind zwar beeindruckend, spiegeln aber weitgehend bekannte Muster wider: Die Schweiz bleibt ein Netto-Kapitalexporteur, dessen Vermögensposition stark von globalen Börsenentwicklungen abhängt.
Die Normalisierung bei den Primär- und Sekundäreinkommen ist ein willkommener Effekt, aber keine grundlegende Trendwende.
Für die geldpolitische Ausrichtung der SNB liefern diese deskriptiven Daten keine direkten Signale.