EZB will Elderson-Mandat verlängern: Parlament am Zug
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EZB will Elderson-Mandat verlängern: Parlament am Zug

Elderson bleibt Aufsichtsrats-Vize

Die EZB schlägt vor, Frank Elderson als Vize-Vorsitzenden des Aufsichtsrats zu bestätigen.

Sein Mandat soll bis zum Ende seiner Amtszeit im EZB-Direktorium laufen.

Der Vorschlag des EZB-Rats muss nun vom Europäischen Parlament abgesegnet werden, inklusive einer Anhörung vor dem ECON-Ausschuss, bevor der Rat der EU die finale Entscheidung trifft.

Elderson, seit Dezember 2020 im Direktorium und seit Februar 2021 Vize-Vorsitzender, erfüllt damit weiterhin die Bedingung, dass der Vize-Vorsitzende ein Direktoriumsmitglied sein muss.

Eine reine Formalie, die Kontinuität in der Bankenaufsicht sichert.

Kontinuität in der Bankenaufsicht

Die Verlängerung von Elderson ist ein Zeichen für Kontinuität an der Spitze der europäischen Bankenaufsicht.

In Zeiten anhaltender Herausforderungen für den Bankensektor – von Zinsrisiken bis zur Digitalisierung – setzt die EZB auf bewährte Kräfte.

Die Notwendigkeit der parlamentarischen Zustimmung unterstreicht die demokratische Legitimation des SSM, auch wenn es sich hier um eine Personalie ohne große politische Kontroverse handelt.

Es ist ein routinierter Prozess, der die institutionellen Abläufe der EZB und der EU-Gremien widerspiegelt.

Routine ohne Nachrichtenwert

Die vorgeschlagene Verlängerung von Frank Elderson ist eine erwartbare Formalie.

Da der Vize-Vorsitzende des Aufsichtsrats zwingend ein EZB-Direktoriumsmitglied sein muss und Elderson dieses Mandat noch innehat, ist die Verlängerung logisch.

Sie signalisiert Kontinuität in der Bankenaufsicht, birgt aber keinerlei geldpolitische oder aufsichtsrechtliche Überraschungen.

Eine reine Bestätigung des Status quo.