EZB beschleunigt Risikotransfer-Prüfung für Banken
SRT-Fast-Track spart Zeit und Kosten
Die Europäische Zentralbank (EZB) führt einen neuen Fast-Track-Prozess für die Notifizierung von Significant Risk Transfer (SRT) bei Verbriefungen ein.
Dieser soll die Bearbeitungszeit von drei Monaten auf acht Arbeitstage verkürzen.
Anspruchsberechtigt sind einfachere, standardisierte Transaktionen mit einem maximalen Nominalvolumen von 8 Milliarden Euro, die den CET1-Kapitalquoten um nicht mehr als 25 Basispunkte reduzieren und mindestens 100 Engagements umfassen.
Die Initiative, die einer EBA-Empfehlung folgt, zielt darauf ab, die Transparenz und Vorhersehbarkeit für Originator-Banken zu erhöhen und deren Emissions- und Regulierungskosten zu senken.
Effizienz statt Bürokratie in der Aufsicht
Seit Jahren ringen Aufsichtsbehörden und Banken um die Balance zwischen robuster Regulierung und effizienten Prozessen.
Die Einführung des Fast-Track-Verfahrens für SRT-Verbriefungen ist ein klares Signal der EZB, den administrativen Aufwand für weniger komplexe Transaktionen zu reduzieren.
Dies steht im Einklang mit den Bestrebungen, die Bankenunion zu vertiefen und die Wettbewerbsfähigkeit europäischer Institute zu stärken, indem unnötige Reibungsverluste abgebaut werden.
Gleichzeitig ermöglicht es den Aufsehern, ihre Ressourcen gezielter auf risikoreichere und komplexere Verbriefungen zu konzentrieren.
Mehr Pragmatismus in der Aufsicht
Die EZB reagiert auf eine langjährige Forderung der Branche und der EBA nach einem pragmatischeren Ansatz bei der SRT-Prüfung.
Der Fast-Track ist eine willkommene Entlastung für Banken bei Standardtransaktionen und ein Schritt hin zu einer risikobasierten Aufsicht, die Ressourcen effizienter einsetzt.
Für den Verbriefungsmarkt ist dies eine positive Entwicklung, die zu mehr Aktivität führen könnte.