EZB-Aufsicht: 112 Großbanken unter direkter Kontrolle
Frankfurt zählt seine Großbanken
Die Europäische Zentralbank (EZB) hat ihre aktuelle Liste der direkt beaufsichtigten Großbanken veröffentlicht.
Zum Stichtag 1. November 2025 stehen 112 Institute unter direkter Aufsicht des Einheitlichen Aufsichtsmechanismus (SSM).
Die Aktualisierung berücksichtigt Änderungen in Gruppenstrukturen bis Anfang November und Signifikanzentscheidungen bis Ende November.
Diese jährliche Veröffentlichung ist eine Pflichtübung, die Transparenz über die europäische Bankenlandschaft schafft und den Kreis der systemrelevanten Institute klar abgrenzt.
Transparenz in der Bankenunion
Die jährliche Veröffentlichung der SSM-Liste ist ein fester Bestandteil der europäischen Bankenaufsicht.
Sie definiert den Kreis jener Institute, deren Stabilität für das gesamte Finanzsystem der Eurozone als kritisch gilt und die daher direkt von der EZB beaufsichtigt werden.
Marktteilnehmer erhalten so Klarheit über die Zuständigkeiten.
Die Liste spiegelt die fortlaufende Konsolidierung der Aufsichtsbefugnisse in Frankfurt wider und ist eine Referenz für die Bewertung der europäischen Bankenlandschaft.
Routine ohne Nachrichtenwert
Die Veröffentlichung der Liste ist eine jährliche Pflichtübung des SSM.
Sie liefert keine neuen geldpolitischen oder aufsichtsrechtlichen Impulse, sondern aktualisiert lediglich den Kreis der direkt beaufsichtigten Institute.
Für Marktteilnehmer ist sie eine Referenz, aber keine Quelle für neue Erkenntnisse oder überraschende Entwicklungen.