EZB-Bankenaufsicht: Profitabilität unter Druck, Kapital robust
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EZB-Bankenaufsicht: Profitabilität unter Druck, Kapital robust

Stabile Bilanzen, sinkende Margen

Europas Großbanken zeigen im dritten Quartal 2025 weiterhin robuste Kapitalpolster und eine verbesserte Vermögensqualität.

Der CET1-Quote verharrt bei starken 16,10%, während die Quote notleidender Kredite auf 2,22% sank.

Allerdings gerät die Profitabilität leicht unter Druck: Die Nettozinsmarge fiel auf 1,50%, und die Eigenkapitalrendite sank auf 9,88%.

Die Liquiditätskennzahlen bleiben komfortabel, zeigen aber eine leichte Abschwächung.

Insgesamt eine Momentaufnahme von Stabilität, die jedoch erste Anzeichen einer Normalisierung nach dem Zinsanstieg offenbart.

Normalisierung nach Zinsanstieg

Nach einer Phase steigender Zinsen, die die Bankenmargen beflügelte, scheinen sich die Effekte nun zu normalisieren.

Die leichte Erosion der Nettozinsmarge könnte ein Vorbote für ein anspruchsvolleres Zinsumfeld sein.

Gleichzeitig festigt sich die Bilanzqualität, was auf eine erfolgreiche Risikoreduktion und eine stabile Wirtschaft hindeutet.

Die Aufsicht wird genau beobachten, wie sich die Profitabilität angesichts potenziell sinkender Zinsen entwickelt und ob die Banken ihre Effizienz weiter steigern können.

Stabilität mit leichten Warnsignalen

Die Quartalszahlen bestätigen die Widerstandsfähigkeit der europäischen Großbanken.

Die Kapitalausstattung ist exzellent, die Asset-Qualität verbessert sich stetig.

Der leichte Rückgang bei Profitabilität und Liquidität ist jedoch ein Detail, das die Aufsicht genau im Auge behalten dürfte, auch wenn die Werte weiterhin über den Anforderungen liegen.