Hrywnja-Stabilität vor Zinslockerung
BIS Speech Auf Deutsch lesen

Hrywnja-Stabilität vor Zinslockerung

Die Nationalbank der Ukraine (NBU) hält ihren Leitzins bei 15,5 Prozent. Gouverneur Andriy Pyshnyy begründet die Entscheidung mit anhaltenden Inflationsrisiken, insbesondere der unsicheren künftigen internationalen Finanzierung.

Kriegswirtschaft im geldpolitischen Korsett

Die Ukraine navigiert ihre Wirtschaft durch einen zermürbenden Krieg, der die Geldpolitik vor einzigartige Herausforderungen stellt.

Während die NBU Erfolge bei der Inflationsbekämpfung vorweisen kann, ist die Abhängigkeit von internationaler Finanzhilfe immens.

Die Unsicherheit über künftige Hilfspakete für 2026/27 zwingt die Notenbank zu einem vorsichtigen Kurs.

Sie muss die Hrywnja stabil halten und gleichzeitig die Kreditvergabe fördern, um die Kriegswirtschaft am Laufen zu halten.

Diese Gratwanderung zwischen Preisstabilität und existenzieller Finanzierung prägt jede geldpolitische Entscheidung.

Zwischen Disinflation und existenziellen Risiken

Die NBU zeigt sich als Fels in der Brandung, muss aber die externen Risiken klar benennen.

Die Beibehaltung des Leitzinses ist eine notwendige Absicherung gegen die Unsicherheit der internationalen Finanzierung und die Kriegsfolgen.

Die Flexibilität bei künftigen Entscheidungen ist ein realistisches Zugeständnis an die volatile Lage.

Eine Lockerung ist erst bei nachhaltiger Risikoreduktion denkbar.