Basel III sichert Wachstum und Stabilität
Claudia Buch, Vorsitzende des EZB-Bankenaufsichtsrats, sprach auf dem EBA Policy Research Workshop 2025 in Paris über die Entwicklung der europäischen Kapitalregulierung. Sie betonte, dass die globalen Basel III-Standards nach der Finanzkrise eingeführt wurden, um Vertrauen durch angemessene Kapital- und Liquiditätspuffer wiederherzustellen, die Verschuldung zu begrenzen und Krisen seltener sowie weniger kostspielig zu machen.
Debatte um Bankenregulierung spitzt sich zu
Claudia Buchs Rede fällt in eine Zeit intensiver Diskussionen über die Zukunft der Bankenregulierung, insbesondere die Umsetzung und Auswirkungen von Basel III. Bankenvertreter und einige politische Akteure argumentieren oft, die Regeln seien zu streng und würden das Wachstum hemmen.
Gleichzeitig warnen Aufsichtsbehörden wie die EZB und die BIS vor den anhaltenden Risiken im Finanzsystem und betonen die Notwendigkeit robuster Kapitalpuffer.
Buchs Plädoyer für eine evidenzbasierte Debatte ist ein klares Signal, dass die Aufsicht an den Grundprinzipien der Post-Krisen-Regulierung festhalten will, während sie gleichzeitig die Notwendigkeit einer kontinuierlichen Bewertung anerkennt.
Klarer Kurs in turbulenter Debatte
Buchs Rede bekräftigt die EZB-Position zur Bedeutung robuster Kapitalregeln für die Finanzstabilität und das Wachstum Europas.
Ihre Forderung nach einer evidenzbasierten Debatte ist ein klares Signal an die Branche und politische Akteure, die eine Lockerung der Basel III-Standards fordern.
Obwohl keine neuen Policy-Ankündigungen gemacht werden, unterstreicht die Rede die Entschlossenheit der Aufsicht, an den Kernprinzipien festzuhalten und die Diskussion auf Fakten zu gründen.