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Zinsweitergabe an Haushalte in Europa analysiert

Eine Studie der Latvijas Banka und Partner analysiert die Zinsweitergabe der EZB-Geldpolitik an Haushalte in neun europäischen Ländern (2022-2024) mittels granularer Kreditregisterdaten. Es zeigt sich eine erhebliche Heterogenität bei Hypotheken- und Konsumentenkrediten nach Alter, Laufzeit und Zinsbindung.

Implikationen für EZB-Geldpolitik

Diese Studie liefert der EZB und anderen Zentralbanken wertvolle Einblicke in die komplexe und heterogene Übertragung ihrer Geldpolitik auf private Haushalte.

Die detaillierte Analyse der Pass-Through-Raten für Hypotheken und Konsumentenkredite über neun Länder hinweg, insbesondere während des jüngsten Straffungszyklus, ist entscheidend für das Verständnis der Wirksamkeit geldpolitischer Maßnahmen.

Die Ergebnisse unterstreichen, dass die Wirkung der Zinsanpassungen stark von demografischen Faktoren, Vertragsgestaltung und nationalen Marktstrukturen abhängt.

Dies hilft, die Auswirkungen auf Konsum und Investitionen besser zu prognostizieren und zukünftige Politiken gezielter zu gestalten, auch wenn die Ergebnisse in einem einzigartigen Zinsumfeld erzielt wurden.

Wichtige Erkenntnisse zur Zinsweitergabe

Die Studie ist hochrelevant, da sie mittels granularer Daten aus neun Ländern die heterogene Transmission der EZB-Geldpolitik auf Haushalte quantifiziert.

Die detaillierten Erkenntnisse zu Hypotheken- und Konsumentenkrediten sind entscheidend für das Verständnis der Wirksamkeit geldpolitischer Maßnahmen.

Die Signalstärke ist implizit, da die empirischen Befunde des jüngsten Straffungszyklus wichtige Hinweise für die zukünftige Gestaltung und Kommunikation der Geldpolitik liefern, auch wenn es keine direkte Policy-Ankündigung ist.