Unsicherheit als Exportgut
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Unsicherheit als Exportgut

Politische Unsicherheit in Lateinamerika ist ein Wachstumskiller, der weit über die Region hinauswirkt. Eine neue BIS-Studie zeigt, wie EPU-Schocks das BIP-Wachstum dämpfen, Kapitalflüsse abschrecken und Wechselkurse destabilisieren.

Die Kosten der Instabilität

Die Debatte um die Rolle institutioneller Stabilität für nachhaltiges Wachstum ist in Lateinamerika besonders virulent.

Häufige Politikwechsel, oft getrieben von politischen Zyklen, schaffen ein Klima der Unsicherheit, das Investitionen und Produktivität hemmt.

Während die Forschung die Übertragung von Schocks aus Industrieländern auf Schwellenmärkte intensiv beleuchtet hat, fehlte eine detaillierte Analyse der intra-regionalen EPU-Spillovers und deren globaler Reichweite.

Diese Studie schließt eine wichtige Lücke.

Empirischer Beleg für Ansteckungsgefahren

Die Studie liefert einen umfassenden, empirischen Beleg für die makroökonomischen Kosten politischer Unsicherheit in Lateinamerika und deren grenzüberschreitende Ausbreitung.

Die Identifizierung von Brasilien und Mexiko als zentrale Transmissionsländer sowie die spezifische Exposition Spaniens sind wichtige Erkenntnisse für Investoren und Policy-Experten.

Für die unmittelbare Geldpolitik liefert sie jedoch keine direkten Signale.