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MCI misst konventionelle & unkonventionelle Politik

Zentralbanken stehen vor der Herausforderung, ihre großen Bilanzen in die geldpolitische Formulierung zu integrieren, da sowohl kurzfristige Zinsen als auch Bilanzpolitik berücksichtigt werden müssen. Eine einheitliche Messgröße fehlte bisher.

Analysewerkzeug für Zentralbanken

Die Integration von Bilanzpolitik in die geldpolitische Analyse ist für Zentralbanken weltweit von entscheidender Bedeutung, da die Bilanzsummen nach Jahren unkonventioneller Maßnahmen erheblich gewachsen sind.

Der neue MCI bietet ein dringend benötigtes, einheitliches Messinstrument, um die Gesamtwirkung der Geldpolitik besser zu verstehen.

Dies ist besonders relevant für die Bewertung der Effektivität von Quantitative Easing (QE) und Quantitative Tightening (QT) sowie deren Auswirkungen auf Wirtschaft und Finanzmärkte.

Die Fähigkeit, Bilanzpolitik-Effekte auch abseits der Zinsuntergrenze zu erfassen, macht den MCI zu einem wertvollen Werkzeug für die zukünftige geldpolitische Entscheidungsfindung und Kommunikation.

Es ermöglicht eine präzisere Einschätzung der geldpolitischen Haltung und ihrer Transmission.

Neues Modell für Bilanzpolitik-Analyse

Dieses Papier ist wichtig, da es ein neues, umfassendes Analysewerkzeug für die Bewertung der Geldpolitik vorstellt, das sowohl konventionelle als auch unkonventionelle Instrumente integriert.

Der MCI bietet Zentralbanken eine verbesserte Methode zur Messung und Kommunikation ihrer geldpolitischen Haltung, insbesondere im Kontext großer Bilanzen.

Die Erkenntnisse über die akkommodierende Wirkung von Bilanzausweitungen sind relevant für zukünftige Strategien.

Die Signalstärke ist deskriptiv, da es sich um die Einführung eines Modells handelt, nicht um eine direkte Policy-Ankündigung oder Forward Guidance.