Koeda: Geopolitik bremst Japans Wirtschaft, treibt Preise
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Koeda: Geopolitik bremst Japans Wirtschaft, treibt Preise

Junko Koeda, Mitglied des Policy Boards der Bank of Japan, warnt vor den Auswirkungen geopolitischer Risiken aus dem Nahen Osten auf Japans Wirtschaft. Sie erwartet eine Abschwächung der Wirtschaftsaktivität bei gleichzeitig steigenden Preisen.

Nahost-Konflikt: Ölpreise steigen, IT-Nachfrage robust

Junko Koeda, Mitglied des Policy Boards der Bank of Japan, hebt die Notwendigkeit hervor, die geopolitischen Risiken aus dem Nahen Osten zu bewerten.

Der Konflikt hat die Dubai-Rohölpreise stärker ansteigen lassen als während der Ukraine-Krise 2022.

Für Japan, das stark von Energie- und Lebensmittelimporten abhängig ist, stellt dies einen negativen Angebotsschock dar, der die Wirtschaftsaktivität schwächen und die Preise in die Höhe treiben könnte.

Der Internationale Währungsfonds (IWF) prognostiziert trotz dieser Risiken ein moderates globales Wachstum, warnt jedoch vor einer Intensivierung der angebotsseitigen Engpässe bei einer Verlängerung der Situation.

Gleichzeitig bleibt die globale IT-Nachfrage robust, was sich im Anstieg der Kupferpreise widerspiegelt.

Die Bank of Japan muss die Dauer und globalen Auswirkungen des Nahost-Konflikts sowie die Entwicklung der globalen IT-Nachfrage und der Lieferketten genau beobachten, um die Auswirkungen auf Japans Wirtschaft und Preise einschätzen zu können.

Japans Wirtschaft: Lohnwachstum trifft auf Vorsicht

Japans Wirtschaft zeigt gemischte Signale.

Unternehmensgewinne sind hoch, und die Lohnsteigerungen für 2026 scheinen solide, auch bei kleineren Firmen.

Dennoch blicken Unternehmen laut dem Tankan-Bericht vom März 2026 vorsichtig in die Zukunft.

Exporte in den Nahen Osten sind gering, aber der Anteil an Transportmaschinen ist hoch; IT-Exporte in energieabhängige Volkswirtschaften nehmen zu.

Der Tourismus erholt sich, trotz eines Rückgangs chinesischer Besucher.

Im Inland könnte die erwartete höhere Inflation die Kaufkraft der Haushalte mindern, was die Konsumstimmung bereits verschlechtert hat.

Die Bank of Japan sieht die Wirtschaft moderat erholt, mit partiellen Schwächen durch den Nahost-Konflikt.

Zinspolitik im Spannungsfeld

Die Bank of Japan steht vor einem komplexen geldpolitischen Dilemma.

Geopolitische Risiken bremsen die Wirtschaft, während Inflationsrisiken hoch bleiben, was eine datenabhängige Haltung erfordert.

Die Auswirkungen der Zinserhöhung vom Dezember 2025 auf variabel verzinste Wohnungsbaudarlehen müssen genau beobachtet werden, um die Finanzstabilität zu gewährleisten.