Südafrikas Zinsreform im Endspurt
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Südafrikas Zinsreform im Endspurt

Südafrikas Finanzmärkte stehen vor einem erzwungenen Umbau: Die SARB treibt den Abschied vom Interbanken-Referenzsatz Jibar bis Ende 2026 mit Nachdruck voran. Ab dem zweiten Quartal 2026 sollen neue Jibar-Kontrakte regulatorisch limitiert werden, um den Bestand der umzustellenden Altverträge nicht weiter aufzublähen.

Globale Benchmark-Wende erreicht Kapstadt

Der globale Abschied von Interbank Offered Rates (IBORs) wie dem Libor findet in Südafrika sein Pendant.

Die SARB folgt damit einem internationalen Trend, der auf robustere, transaktionsbasierte Referenzzinssätze setzt.

Die Herausforderung der 'tough legacy contracts', die sich nicht einfach umstellen lassen, ist dabei ein universelles Problem, das auch die britischen Behörden beim Libor-Übergang mit einem synthetischen Satz temporär adressierten.

Südafrika zeigt nun, wie ein Zentralbank-Regulierer den Markt aktiv zum Wechsel drängt.

Regulatorischer Druck vor dem Finale

Die SARB macht ernst mit dem Jibar-Aus.

Die Ankündigung konkreter regulatorischer Schritte zur Limitierung neuer Jibar-Kontrakte und die geplanten Gesetzesänderungen senden ein unmissverständliches Signal an den Markt.

Es ist kein bloßer Appell mehr, sondern ein klarer Fahrplan mit regulatorischem Druck, um den Übergang zu ZARONIA zu erzwingen.

Die Zeit für Zögern ist vorbei.