Spousal Labor: Starke Reaktion auf Einkommensschocks
Eine neue BIS-Studie identifiziert einen signifikanten "Added Worker Effect", bei dem Ehepartner ihre Arbeitsleistung als Reaktion auf Einkommenseinbußen des Hauptverdieners erhöhen. Mittels norwegischer Verwaltungsdaten und einer innovativen Instrumentvariablen-Strategie, die firmenseitige Umsatzschwankungen nutzt, isolieren die Forscher exogene Einkommensschocks.
Implikationen für Zentralbanken und Sozialpolitik
Die Erkenntnisse dieser Studie sind für Zentralbanken und Wirtschaftspolitiker von hoher Relevanz.
Ein stärkerer "Added Worker Effect" bedeutet, dass Haushalte über einen effektiveren Mechanismus zur Selbstversicherung gegen Einkommensschocks verfügen, was die Konsumglättung verbessert und die Anfälligkeit für Rezessionen mindert.
Dies beeinflusst die Transmission von Schocks auf die Gesamtwirtschaft und die Wirksamkeit fiskalischer Stimuli.
Die vorgeschlagenen effizienteren Transferprogramme könnten zudem die Haushaltsresilienz stärken und somit indirekt die Preisstabilität unterstützen, indem sie extreme Nachfrageschwankungen abfedern.
Wichtige Erkenntnisse für Haushaltsresilienz
Die Studie liefert wichtige neue empirische Belege für den "Added Worker Effect", der lange unterschätzt wurde.
Die signifikanten Ergebnisse, besonders für vulnerable Haushalte, haben direkte Implikationen für Konsumstabilität und Arbeitsmarktdynamik.
Dies ist für Zentralbanken relevant, da es die Schocktransmission und Fiskalpolitikwirksamkeit beeinflusst und somit indirekt die Preisstabilität betrifft.