BoJ-Transaktionen im Dezember: Rückgang der Staatsanleihen und Monetären Basis
Die Bank of Japan (BoJ) verzeichnete im Dezember 2025 einen Rückgang ihrer Bestände an japanischen Staatsanleihen (JGBs) sowie der monetären Basis. Die Daten zeigen eine Reduktion der JGBs um 10.700,4 Milliarden Yen gegenüber dem Vormonat.
Bilanzsumme schrumpft leicht
Die Bestände der Bank of Japan an japanischen Staatsanleihen (JGBs) beliefen sich Ende Dezember 2025 auf 608.466,9 Milliarden Yen.
Dies stellt einen Rückgang von 10.700,4 Milliarden Yen gegenüber dem Vormonat November dar, als die JGB-Bestände noch bei 619.167,3 Milliarden Yen lagen.
Im Vergleich zum Oktober 2025, mit 596.184,9 Milliarden Yen, ist jedoch ein Anstieg über das Quartal hinweg zu verzeichnen.
Die monetäre Basis, ein zentraler Indikator für die Liquidität im Finanzsystem, spiegelte diese Entwicklung wider und sank ebenfalls auf 608.466,9 Milliarden Yen im Dezember, nach 619.167,3 Milliarden Yen im November.
Die Guthaben der Geschäftsbanken bei der BoJ, die sogenannten Current Account Balances, reduzierten sich von 497.693,6 Milliarden Yen im November auf 487.026,1 Milliarden Yen im Dezember.
Diese Zahlen verdeutlichen eine moderate Kontraktion der BoJ-Bilanz zum Jahresende, die primär durch die Entwicklung der JGB-Bestände getrieben wird.
Die Bestände an Treasury Discount Bills (TDBs) blieben mit 116.818,0 Milliarden Yen weitgehend stabil, ebenso wie die Kredite an die Einlagensicherungskörperschaft (DIC) mit 1.703,3 Milliarden Yen und die Bestände an indexgebundenen ETFs mit 7.804,1 Milliarden Yen.
Netto-Verkäufe und hohe Tilgungen
Die monatlichen Transaktionsflüsse der Bank of Japan im Dezember 2025 zeigten eine deutliche Zunahme der Tilgungen von japanischen Staatsanleihen.
Die Redemptions beliefen sich auf 24.508,0 Milliarden Yen, ein signifikanter Anstieg gegenüber den 16.326,6 Milliarden Yen im November und den 9.039,3 Milliarden Yen im Oktober.
Gleichzeitig verzeichnete die BoJ Netto-Verkäufe von JGBs in Höhe von 1.537,9 Milliarden Yen im Dezember, was eine Fortsetzung der Netto-Verkäufe aus dem Vormonat (1.805,3 Milliarden Yen) darstellt, jedoch in geringerem Umfang.
Die Outright Purchases von JGBs zeigten einen negativen Wert von 1.537,9 Milliarden Yen, was auf eine Reduktion der Bestände durch Verkäufe oder geringere Neuankäufe hindeutet.
Die monetäre Basis verringerte sich im Dezember um 10.700,4 Milliarden Yen, eine geringere Abnahme als im November (-12.282,4 Milliarden Yen), aber eine deutliche Umkehr gegenüber dem Anstieg im Oktober (+13.695,4 Milliarden Yen).
Diese operativen Anpassungen spiegeln die laufende Bilanzverwaltung der Zentralbank wider und beeinflussen die Liquiditätsbedingungen im japanischen Finanzsystem.
Bilanzkontraktion im Fokus
Die im Dezember verzeichnete Reduktion der Staatsanleihebestände und der monetären Basis deutet auf eine fortgesetzte, wenn auch moderate, Anpassung der Bilanz der Bank of Japan hin.
Diese Entwicklung ist im Kontext der Normalisierungsdebatte relevant, da sie die operativen Möglichkeiten der Zentralbank beeinflusst.
Für Marktbeobachter liefert sie wichtige Einblicke in die Umsetzung der geldpolitischen Strategie, ohne jedoch eine grundlegende Kursänderung zu signalisieren.