Bilanzstraffung in zwei Akten
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Bilanzstraffung in zwei Akten

Die Bank of Japan leitet eine neue Phase der Bilanzstraffung ein. Der halbjährliche Bericht an den Diet enthüllt konkrete Pläne zur Reduzierung der monatlichen JGB-Käufe, die bis Anfang 2027 auf rund 2 Billionen Yen sinken sollen, beginnend mit vierteljährlichen Kürzungen von 400 Milliarden Yen.

Japans Weg aus der Ultra-Lockerung

Nach Jahren der ultralockeren Geldpolitik und dem jüngsten Schritt, den Leitzins auf 0,5 Prozent anzuheben, setzt die BOJ ihren Normalisierungspfad fort.

Die nun detaillierten Pläne zum Abbau der Bilanz sind die logische Konsequenz aus der Notwendigkeit, das massive Erbe der quantitativen Lockerung zu reduzieren.

Dies geschieht in einem globalen Umfeld, das von Handelsunsicherheiten und steigenden Zinsen in den USA und Europa geprägt ist, was den Druck auf die BOJ erhöht, ihre eigene Politik anzupassen, ohne die fragile Erholung Japans zu gefährden.

Der sanfte Abschied vom QE-Erbe

Der Bericht bestätigt die Entschlossenheit der BOJ, ihr massives QE-Erbe abzubauen.

Die detaillierten Fahrpläne für JGB-Kürzungen und die erstmalige Ankündigung von ETF-Verkäufen sind konkrete Schritte, die über die reine Zinspolitik hinausgehen.

Es ist ein Balanceakt: Die Zentralbank will die Normalisierung vorantreiben, ohne die Märkte zu verunsichern, und signalisiert damit einen sanften, aber unumkehrbaren Wandel.