Kapitalregeln für Großbanken modifiziert
Die US-Bankenaufsichtsbehörden – Fed, FDIC und OCC – haben am 25. November 2025 eine finale Regelung zur Anpassung bestimmter regulatorischer Kapitalstandards veröffentlicht.
Feintuning der Bankenregulierung
Diese finale Regelung ist Teil einer fortlaufenden Debatte über die optimale Ausgestaltung von Kapitalanforderungen, die einerseits die Finanzstabilität sichern und andererseits die Markteffizienz nicht beeinträchtigen sollen.
Insbesondere die Liquidität und Funktionsfähigkeit der US-Treasury-Märkte stand in den letzten Jahren wiederholt im Fokus.
Die Anpassung zielt darauf ab, unbeabsichtigte negative Anreize früherer Regulierungen zu korrigieren, die Großbanken von der Teilnahme an diesen als risikoarm eingestuften, aber systemrelevanten Märkten abgehalten haben könnten.
Die Differenzierung zwischen Holdinggesellschaften und ihren Tochtergesellschaften zeigt einen nuancierten Ansatz der Regulierer.
Gezielte Anpassung mit klarer Wirkung
Dies ist eine explizite und verbindliche Policy-Ankündigung der US-Bankenaufsichtsbehörden.
Die gezielte Anpassung der Kapitalstandards für systemrelevante Banken, insbesondere die Kappung der SLR für Depotbank-Tochtergesellschaften, ist eine konkrete Maßnahme.
Sie adressiert identifizierte Hemmnisse für risikoarme Aktivitäten wie die Intermediation an den Treasury-Märkten.
Dies sendet ein klares Signal zur Förderung der Marktfunktionalität, ohne die Gesamtkapitalstabilität zu gefährden, und bietet den betroffenen Instituten Planungssicherheit.