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SSM-Übung beleuchtet CCR-Risiken bei NBFIs

Die EZB/SSM hat eine explorative Szenarioübung zum Kontrahentenkreditrisiko (CCR) durchgeführt, deren Ergebnisse im August 2025 veröffentlicht wurden. Ziel war es, die Modellierungsfähigkeiten der Banken unter Stress zu stärken und Schwachstellen durch Verflechtungen mit Nichtbanken-Finanzinstituten (NBFIs) besser zu verstehen.

Hintergrund und Einordnung der CCR-Übung

Diese explorative CCR-Szenarioübung des SSM ist eine Reaktion auf die wachsende Bedeutung des Kontrahentenkreditrisikos, insbesondere im Zusammenhang mit NBFIs, wie der Fall Archegos 2021 zeigte.

Damals führten Margin Calls und Notverkäufe zu Milliardenverlusten bei globalen Banken.

Die Übung ergänzt den EBA-Stresstest 2025, indem sie zusätzliche hypothetische Szenarien für CCR untersucht und eine detailliertere Analyse der Engagements ermöglicht.

Obwohl sie keine direkten Kapitalimplikationen hat, werden die qualitativen Ergebnisse in den aufsichtsrechtlichen Überprüfungs- und Bewertungsprozess (SREP) einfließen und den Dialog mit den teilnehmenden Instituten prägen.

Dies unterstreicht die anhaltende Fokussierung der europäischen Bankenaufsicht auf die Stärkung des CCR-Managements und der Stresstestfähigkeiten.

Wichtige Erkenntnisse für die Finanzstabilität

Der Bericht liefert wichtige deskriptive Erkenntnisse über die Struktur und Anfälligkeit von Kontrahentenkreditrisiken im europäischen Bankensystem, insbesondere im Hinblick auf NBFIs.

Obwohl es sich um eine explorative Übung ohne direkte Kapitalfolgen handelt, werden die Ergebnisse den aufsichtsrechtlichen Dialog und die Bewertung der Banken im SREP beeinflussen.

Dies ist ein klares Signal für die anhaltende Priorität der Aufsicht, CCR-Risiken zu überwachen und das Management zu verbessern, was für die Finanzstabilität relevant ist.