Aufsicht im Wandel: Agiler, schlanker, schärfer
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Aufsicht im Wandel: Agiler, schlanker, schärfer

Die EZB reformiert ihre europäische Bankenaufsicht grundlegend, um sie effizienter, effektiver und risikoorientierter zu gestalten. Kern der Agenda sind die 2026 vollständig umgesetzten SREP-Reformen und das 2025 initiierte „Next-level supervision“-Projekt.

Der ewige Spagat der Aufsicht

Seit der Finanzkrise hat die europäische Bankenaufsicht ein dichtes Regelwerk aufgebaut.

Nun, da die Stabilität der Banken gestärkt scheint, wächst der Ruf nach Entbürokratisierung.

Diese Reformagenda der EZB ist die interne Antwort auf diesen Druck und ergänzt die Forderungen der High-Level Task Force (HLTF) nach legislativen Änderungen.

Sie zeigt den anhaltenden Spagat zwischen der Notwendigkeit robuster Aufsicht und dem Wunsch nach effizienteren Prozessen, um die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Banken zu sichern.

Die Anpassung an neue Risiken wie Digitalisierung und Klimawandel erfordert zudem eine ständige Evolution der Aufsicht.

Aufsicht im Umbruch: Evolution statt Revolution

Die EZB liefert einen detaillierten Fahrplan für die Transformation ihrer Aufsicht.

Es ist keine radikale Neuausrichtung, sondern eine konsequente Weiterentwicklung hin zu mehr Agilität und Risikofokus.

Für Banken bedeutet dies weniger administrative Last, für Aufseher eine Konzentration auf das Wesentliche.

Die Betonung, dass Effizienz nicht zulasten der Resilienz geht, ist dabei zentral.