ECB Paper

Klima-Risiken: Moderate, aber folgenreiche Effekte

Ein Artikel der EZB im Macroprudential Bulletin 32 vom November 2025 analysiert die Auswirkungen von Klima-Risiken auf die Widerstandsfähigkeit von Banken im Rahmen des EU-weiten Stresstests 2025. Die Analyse integriert Übergangs- und akute physische Klima-Risiken in die Kreditrisikobewertung von Nicht-Finanzunternehmen.

Klima-Risiken: Regulierer forcieren Stresstests

Die Integration von Klima-Risiken in Stresstests ist weltweit eine Top-Priorität für Finanzregulierer.

Dieser Artikel der EZB liefert konkrete Einblicke in die kurzfristigen Auswirkungen, noch bevor die EBA ab 2027 eine schrittweise Integration in den EU-weiten Stresstest beginnt.

Die ESAs haben zudem kürzlich Leitlinien für ESG-Risikostresstests konsultiert.

Die Analyse ist bemerkenswert, da sie die Ergebnisse des Stresstests 2025 erweitert und aufzeigt, dass die Klima-Risiken neue, bisher unentdeckte Schwachstellen im Bankensystem offenbaren können, die über die traditionellen Risikobewertungen hinausgehen.

Frühe Warnung für Banken und Aufsicht

Die Studie liefert quantitative Erkenntnisse zur kurzfristigen Kapitalbelastung durch Klima-Risiken, noch vor der offiziellen EBA-Integration.

Die Identifizierung potenziell neuer, klima-spezifischer Risikopools ist ein wichtiges Signal für Banken und Aufsichtsbehörden.

Sie untermauert die Notwendigkeit, Klima-Risiken umfassend und spezifisch in die Finanzstabilitätsbewertung zu integrieren und geht über rein deskriptive Analysen hinaus, indem sie konkrete Auswirkungen aufzeigt.