FCA verhängt Geldstrafe von 309.843 Pfund wegen Insiderhandels
Die Financial Conduct Authority (FCA) hat Russel Gerrity mit einer Geldstrafe von 309.843 Pfund belegt. Der Berater nutzte Insiderinformationen, um sich 128.765 Pfund zu verschaffen.
Gewinne durch geheime Öl- und Gasdaten
Russel Gerrity, ein Berater in der Öl- und Gasindustrie, hatte Zugang zu vertraulichen Informationen über die Ergebnisse von Bohrungen.
Zwischen Oktober 2018 und Januar 2022 nutzte er dieses Wissen systematisch aus, um sich unrechtmäßige Gewinne zu sichern.
Er kaufte gezielt Aktien von Unternehmen wie Chariot Oil & Gas Limited und Eco (Atlantic) Oil and Gas Plc, kurz bevor positive Ankündigungen deren Kurse steigen ließen.
Diese Praxis ermöglichte es ihm, aus dem Besitz nicht-öffentlicher Informationen Kapital zu schlagen, was einen klaren Verstoß gegen die Marktintegrität darstellt.
Die FCA beziffert seinen unrechtmäßigen Gewinn auf 128.765 Pfund.
Sein Vorgehen umfasste auch den umgekehrten Fall: Er verkaufte bereits gehaltene Aktien, bevor negative Nachrichten über erfolglose Bohrungen veröffentlicht wurden, um drohende Verluste zu vermeiden.
Dies unterstreicht die systematische Natur seines Insiderhandels.
Entdeckung durch Meldungen und eigene Systeme
Die Aufdeckung von Gerritys Insiderhandel begann mit Verdachtsmeldungen (STORs) aus der Industrie, die die Financial Conduct Authority (FCA) alarmierten.
Die internen Systeme der FCA identifizierten weitere verdächtige Transaktionen, die Gerrity über mehrere Konten und aus dem Ausland abwickelte.
Steve Smart, Exekutivdirektor für Durchsetzung und Marktüberwachung bei der FCA, kommentierte: 'Herr Gerrity hat seine Position missbraucht, um sich persönlich zu bereichern.'
Die Bekämpfung von Finanzkriminalität ist eine Priorität der FCA.
Gerrity stimmte einer Einigung zu und erhielt einen Rabatt von 30 Prozent auf die ursprüngliche Strafe von 387.448 Pfund.
Klares Signal gegen Marktmissbrauch
Dieser Fall unterstreicht die Entschlossenheit der FCA, Marktmissbrauch konsequent zu verfolgen und die Integrität der Finanzmärkte zu schützen.
Die Kombination aus Branchenmeldungen und eigenen Überwachungssystemen zeigt die wachsende Effektivität der Aufsicht.
Für Marktteilnehmer ist dies eine deutliche Erinnerung an die hohen Anforderungen an Compliance und ethisches Verhalten.