Tribunal bestätigt Berufsverbot und Millionenstrafe für Berater
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Tribunal bestätigt Berufsverbot und Millionenstrafe für Berater

Das Upper Tribunal hat die Entscheidung der FCA bestätigt, Darren Antony Reynolds mit einem Berufsverbot zu belegen und eine Geldstrafe von 2.037.892 Pfund zu verhängen. Reynolds hatte Kunden durch betrügerische Pensions- und Anlageberatung erheblichen Schaden zugefügt.

Korrupte Beratung, gefälschte Dokumente

Das Upper Tribunal bestätigte die Entscheidung der FCA, Darren Antony Reynolds mit einem Berufsverbot zu belegen und eine Geldstrafe von 2.037.892 Pfund zu verhängen.

Reynolds hatte Kunden durch betrügerische Pensionsübertragungsberatung und ungeeignete Anlageempfehlungen erheblichen Schaden zugefügt.

Er zeigte eine klare Missachtung der Kundeninteressen, indem er Mitglieder des British Steel Pension Scheme zum Wechsel aus ihren leistungsorientierten Pensionsplänen ermutigte, obwohl er die Ungeeignetheit dieser Beratung kannte.

Zudem riet er zu Investitionen in hochriskante Produkte, verschwieg dabei hohe Ausstiegsgebühren und fälschte Dokumente.

Dieses Fehlverhalten setzte Hunderte von Menschen ernsthaften finanziellen Verlusten aus.

Über 17,6 Millionen Pfund wurden an mehr als 470 betroffene Kunden als Entschädigung ausgezahlt, wobei viele Verluste die gesetzlichen Entschädigungsgrenzen überschritten.

Therese Chambers von der FCA bezeichnete Reynolds' Fehlverhalten als das schlimmste der British Steel Pension Scheme Fälle und betonte, er habe 'unermesslichen Schaden' angerichtet.

Das Tribunal stellte fest, dass Reynolds 'eindeutig schrecklichen Fehlverhaltens über einen längeren Zeitraum schuldig ist'.

Vertuschungsversuche und weitere Vergehen

Zusätzlich zu seiner betrügerischen Beratung ließ Reynolds zwei ungenehmigte Personen Pensionsberatung erteilen, wodurch Kunden weiteren Risiken ausgesetzt wurden.

Als er mit seinem Fehlverhalten konfrontiert wurde, log er gegenüber den Aufsichtsbehörden, ermöglichte die Zerstörung wichtiger Beweismittel und übertrug sein Familienheim in einen Trust, um der Begleichung seiner Schulden zu entgehen.

Die FCA betonte, dass Reynolds lange versucht habe, sich der Verantwortung zu entziehen.

Das Urteil des Tribunals beende diese Bemühungen.

Die Aufsichtsbehörde werde die Beitreibung der Strafe im größtmöglichen Umfang verfolgen und nicht zögern, ihn gegebenenfalls in den Bankrott zu treiben, um sicherzustellen, dass er keine korrupten Gewinne behält.

Bereits im Mai 2021 wurde Reynolds nach einer Untersuchung des Insolvenzdienstes für 13 Jahre als Geschäftsführer disqualifiziert.

Ein klares Signal gegen Betrug

Dieses Urteil unterstreicht die Entschlossenheit der FCA, Finanzbetrug konsequent zu verfolgen.

Die Schwere der verhängten Strafe und des Berufsverbots spiegelt die tiefgreifenden Auswirkungen auf schutzbedürftige Pensionsinhaber wider.

Es dient als klares Abschreckungsmittel und bekräftigt die Bedeutung von Integrität und Rechenschaftspflicht in der Finanzdienstleistungsbranche.