Treasury-Nachfrage steuert globale Risikoprämien
Ein neues BIS-Arbeitspapier etabliert einen empirischen Rahmen zur kausalen Identifizierung von US-Treasury-Nachfrageschocks und deren Transmission über Devisen- und globale Anleihemärkte. Die Studie nutzt vorab festgelegte Auktionsangebote, um Nachfrageschocks von Hochfrequenzbewegungen in Treasury-Futures-Preisen zu isolieren.
Implikationen für globale Finanzmärkte
Diese Studie liefert entscheidende Einblicke für Zentralbanken und Finanzmarktteilnehmer, indem sie die kausale Übertragung von US-Treasury-Nachfrageschocks auf globale Devisen- und Anleihemärkte aufzeigt.
Sie erweitert das Verständnis von Portfolio-Balance-Kanälen und deren Rolle bei der internationalen Transmission von quantitativen Lockerungen (QE) und fiskalischen Expansionen.
Die Erkenntnisse sind besonders relevant für die Bewertung der grenzüberschreitenden Auswirkungen von US-Politiken und die Koordination der Geldpolitik, da die Stärke der Effekte von der Korrelation der Kurzfristzinsen abhängt.
Dies beeinflusst die Einschätzung von Risikoprämien und der Stabilität des Dollars.
Kausale Evidenz für globale Spillover-Effekte
Das Papier liefert kausale Evidenz für die internationale Transmission von US-Treasury-Nachfrageschocks, was für die Bewertung globaler Risikoprämien und die Auswirkungen von US-Geld- und Fiskalpolitik von hoher Relevanz ist.
Die Ergebnisse fordern die Safe-Haven-Erzählung heraus und bieten einen neuen Blick auf die Interdependenz globaler Finanzmärkte.
Die identifizierten Mechanismen sind für die Analyse von Währungs- und Anleihebewegungen von zentraler Bedeutung.