Subjektive Modelle prägen Erwartungen
Dieses Arbeitspapier der Bank of Canada und BIS untersucht, wie Haushalte makroökonomische Variablen wahrnehmen. Es zeigt, dass Haushalte eine höhere zukünftige Inflation mit einer schlechteren Arbeitsmarktlage verbinden, ein Muster, das sich von realen Daten und professionellen Prognosen unterscheidet.
Bedeutung für Zentralbanken
Das Verständnis der Erwartungsbildung von Haushalten ist für Zentralbanken von entscheidender Bedeutung, da diese Erwartungen die Wirksamkeit der Geldpolitik beeinflussen.
Wenn Haushalte Inflation und Arbeitslosigkeit anders korrelieren, als es die Realität oder ökonometrische Modelle nahelegen, können geldpolitische Impulse unerwartete Auswirkungen haben.
Die Erkenntnis, dass subjektive Modelle und insbesondere die negative Wahrnehmung von Inflation die Erwartungen prägen, bietet wichtige Einblicke für die Kommunikation der Zentralbanken und die Gestaltung ihrer Politik in Bezug auf Preisstabilität und Beschäftigung.
Erwartungsbildung und Politikwirkung
Dieses Papier ist für Zentralbanken hochrelevant, da es die Komplexität der Erwartungsbildung von Haushalten aufzeigt.
Die identifizierten subjektiven Modelle, insbesondere die Verknüpfung von Inflation mit einer schlechteren Arbeitsmarktlage, können die Transmission der Geldpolitik erheblich beeinflussen.
Die Ergebnisse implizieren, dass die Kommunikation der Zentralbanken diese subjektiven Wahrnehmungen berücksichtigen muss, um die gewünschten Effekte zu erzielen und Fehlanpassungen der Erwartungen zu vermeiden.