EZB aktualisiert Haircuts für Sicherheiten
Die Europäische Zentralbank (EZB) hat ihre Risikokontrollen für geldpolitische Kreditgeschäfte überprüft und beschließt eine Aktualisierung des Haircut-Schemas für Sicherheiten. Ziel ist es, ein angemessenes Risikoschutzniveau aufrechtzuerhalten, die Konsistenz zu verbessern und die Risikoäquivalenz von Vermögenswerten zu erhöhen, während die Verfügbarkeit von Sicherheiten gewährleistet bleibt.
Hintergrund der EZB-Risikosteuerung
Die regelmäßige Überprüfung des Risikokontrollrahmens der EZB ist entscheidend für die Aufrechterhaltung der Finanzstabilität im Eurosystem.
Durch die Anpassung der Haircuts stellt die EZB sicher, dass die Risiken aus ihren Kreditoperationen adäquat abgedeckt sind und das System widerstandsfähig bleibt.
Die Aktualisierung ist eine Reaktion auf sich ändernde Marktbedingungen und Risikoprofile von Vermögenswerten.
Sie beeinflusst direkt die Kosten und die Verfügbarkeit von Liquidität für Banken, da sie bestimmt, wie viel Kredit sie gegen bestimmte Sicherheiten erhalten können.
Die letzte Überprüfung fand 2022 statt, was die kontinuierliche Anpassung des Rahmens unterstreicht.
Die Änderungen erfordern von den Gegenparteien eine Anpassung ihrer Systeme und Prozesse.
Direkte Auswirkung auf Bankliquidität
Die Ankündigung ist eine direkte Policy-Entscheidung der EZB zur Anpassung ihres Risikokontrollrahmens.
Obwohl es sich um technische Änderungen handelt, haben sie eine wichtige Relevanz (4) für Banken im Eurosystem, da sie die Bewertung und Akzeptanz von Sicherheiten sowie den Zugang zu Liquidität direkt beeinflussen.
Die Signalstärke (5) ist hoch, da es sich um eine verbindliche Änderung der operativen Regeln handelt, die ab November 2026 in Kraft treten wird und eine proaktive Risikosteuerung der EZB widerspiegelt.