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Modell-Mix: Rückgrat der EZB-Prognosen

Ein aktueller Bericht der Europäischen Zentralbank (EZB) und des Europäischen Systems der Zentralbanken (ESCB) beleuchtet die Vielfalt und den Einsatz makroökonomischer Modelle für Prognosen. Das ESCB nutzt eine breite Palette von Modellen – von semi-strukturellen über DSGE- bis hin zu Zeitreihen- und Satellitenmodellen –, die sich gegenseitig ergänzen.

Prognosequalität und Transparenz im Fokus

Dieser Bericht ist ein wichtiges Puzzlestück in der kontinuierlichen Debatte um die Rolle von Modellen und Expertenurteilen in Zentralbankprognosen.

Er knüpft an die EZB-Strategieüberprüfung von 2020 an und vertieft die Erkenntnisse über die Modelllandschaft des Eurosystems.

Besonders bemerkenswert ist der Fokus auf die Messung und transparente Berichterstattung von Expertenurteilen, die für die Glaubwürdigkeit der geldpolitischen Entscheidungen der EZB von zentraler Bedeutung sind.

Die Harmonisierung der Praktiken im gesamten ESCB soll die Vergleichbarkeit verbessern und die Grundlage für eine robustere Forward Guidance legen.

Die detaillierte Bestandsaufnahme über 24 Institutionen hinweg bietet einen seltenen Einblick in die operative Realität der Prognoseerstellung.

Transparenz-Offensive für Prognosemodelle

Dieses Papier bietet einen tiefen und umfassenden Einblick in die Modelllandschaft, die den geldpolitischen Entscheidungen der EZB zugrunde liegt.

Es ist Pflichtlektüre für alle, die verstehen wollen, wie Prognosen im Eurosystem entstehen.

Die Empfehlungen zur Harmonisierung und transparenteren Messung von Expertenurteilen sind wichtige Schritte zur Stärkung der Glaubwürdigkeit und Vergleichbarkeit der Analysen.

Direkte geldpolitische Signale fehlen, doch die Verbesserung der Prognosegrundlagen ist indirekt hochrelevant für die zukünftige Policy-Kommunikation.