ECB Paper Auf Deutsch lesen

Grüne Politik: Emissionen sinken, Output auch

Ein aktuelles Working Paper der EZB von Michael Koetter und Alexander Popov untersucht die Auswirkungen grüner Politik auf Emissionen in Deutschland zwischen 1990 und 2018. Die Autoren finden, dass der Erfolg der Grünen bei Kommunalwahlen zu einem Rückgang aller lokalen Emissionen führt, sowohl gesundheitsschädlicher Schadstoffe als auch Treibhausgase.

Grüne Transformation: Kosten und Koordination

Die Studie liefert wichtige empirische Erkenntnisse zur globalen Debatte über die Kosten und Vorteile des Klimaschutzes und die Rolle politischer Akteure.

Sie untermauert die Notwendigkeit globaler Koordinierung von Klimapolitiken, da lokale Anreize oft nicht ausreichen, um langfristige CO2-Reduktionen ohne unmittelbaren lokalen Nutzen zu erzielen.

Die Ergebnisse sind relevant für die Diskussion um die Ausgestaltung von Klimapolitiken und die Abwägung zwischen Umweltschutz und wirtschaftlicher Entwicklung, insbesondere im Kontext der EZB, die zunehmend die Auswirkungen des Klimawandels auf die Geldpolitik analysiert.

Wichtige Erkenntnisse für Klimapolitik

Das Working Paper bietet eine detaillierte empirische Analyse der Effektivität grüner Politik auf verschiedenen Regierungsebenen.

Die Unterscheidung zwischen lokalen Schadstoffen und globalen Treibhausgasen sowie die Identifizierung des Mechanismus (Output-Reduktion vs. Effizienz) sind von hoher Relevanz für die Gestaltung zukünftiger Klimapolitiken.

Obwohl es sich um eine Autorenmeinung handelt, liefert es wertvolle Daten für die laufende Diskussion über die Kosten der grünen Transformation und die Notwendigkeit internationaler Koordination.