Banxico beendet Zinssenkungszyklus bei 6,50 Prozent
Die mexikanische Zentralbank (Banxico) hat ihren Zinssenkungszyklus beendet und den Leitzins auf 6,50 Prozent gesenkt. Gouverneurin Victoria Rodríguez begründete dies mit der schwachen Wirtschaft und dem auslaufenden Inflationsdruck.
Wirtschaftsschwäche und Zinspause
Die mexikanische Zentralbank (Banxico) hat ihren Zinssenkungszyklus beendet und den Leitzins auf 6,50 Prozent gesenkt.
Dieser Zyklus begann im März 2024.
Die Entscheidung wurde getroffen, nachdem keine Zweitrundeneffekte der fiskalischen Anpassungen zu Jahresbeginn festgestellt wurden.
Berücksichtigt wurden zudem die Wechselkursniveaus, die anhaltende Schwäche der Wirtschaft, die auf fehlenden Nachfragedruck hindeutet, sowie der Grad der monetären Restriktion, deren Effekte auf die Inflationsdynamik noch wirken.
Im ersten Quartal 2026 verzeichnete das BIP Mexikos einen deutlichen Rückgang von 0,6 Prozent gegenüber dem Vorquartal, was die Erholung des Vorjahresendes zunichtemachte.
Infolgedessen revidierte Banxico seine Wachstumsprognose für 2026 von 1,6 Prozent auf 1,1 Prozent.
Trotz des schwachen Jahresauftakts erwartet die Zentralbank eine Wiederaufnahme des Wachstums, gestützt durch Konsum, externe Nachfrage und kurzfristig auch durch die Fußball-Weltmeisterschaft.
Inflationsausblick und Marktreaktionen
Die Gesamtinflation moderierte sich Mitte Mai auf 4,11 Prozent, die Kerninflation lag bei 4,22 Prozent.
Die Wareninflation sank, während die Dienstleistungsinflation hartnäckig bleibt.
Kurzfristige nicht-subyazente Inflationsspitzen, etwa bei Obst und Gemüse, wurden durch staatliche Preisstabilisierungsmaßnahmen abgemildert.
Banxico passte die Gesamtinflationsprognose für das zweite und dritte Quartal 2026 nach oben an, erwartet aber eine Konvergenz zum 3-Prozent-Ziel im zweiten Quartal 2027.
Die Finanzmärkte zeigten Volatilität, doch der Peso wertete auf, und die Anleiherenditen stiegen primär aufgrund globaler Faktoren.
Stabilität im Fokus, Risiken im Blick
Banxico betont die Stärke und Resilienz des mexikanischen Finanzsystems, insbesondere der Banken.
Diese sind gut kapitalisiert und weisen historisch niedrige Ausfallraten auf, was eine solide Grundlage für die Kreditvergabe bildet.
Trotz des Endes des Zinssenkungszyklus bleibt die Zentralbank wachsam gegenüber globalen Risiken, die sowohl die Inflation als auch die globale Nachfrage beeinflussen könnten.