Banxico-Gouverneurin Rodríguez warnt vor voreiliger Lockerung
Victoria Rodríguez, Gouverneurin der Banco de México, betonte vor dem Senat die Notwendigkeit, die Inflation auf dem 3-Prozent-Ziel zu halten. Sie warnte vor den Kosten einer hohen Inflation für Haushalte und Unternehmen.
Wachsamkeit auf der letzten Meile
Die Banco de México (Banxico) verfolgt seit 2001 ein Inflationsziel von 3 Prozent mit einer Bandbreite von plus/minus einem Prozentpunkt, um die Kaufkraft der Landeswährung zu sichern.
Gouverneurin Rodríguez hob hervor, dass die Geldpolitik nicht auf transitorische Angebotsschocks reagieren sollte, solange diese keine langfristigen Inflationserwartungen beeinflussen.
Stattdessen müsse sie wachsam bleiben, um Zweitrundeneffekte und eine Kontamination der Preise zu verhindern.
Trotz Herausforderungen wie Preisschocks bei Viehprodukten 2025, fiskalischen Anpassungen Anfang 2026 und temporären Anstiegen bei Obst- und Gemüsepreisen, erwartet Banxico eine graduelle Rückkehr der Inflation zum Ziel.
Die langfristigen Inflationserwartungen blieben trotz des Konflikts im Nahen Osten verankert.
Geopolitische Risiken und Peso-Stärke
Das globale Umfeld bleibt von hoher Unsicherheit geprägt, insbesondere durch wechselnde Handelspolitiken und geopolitische Risiken.
Der Konflikt im Nahen Osten birgt Aufwärtsrisiken für die globale Inflation und Abwärtsrisiken für die Wirtschaftstätigkeit.
Die globalen Wachstumsaussichten für 2026 wurden leicht reduziert.
Trotz dieser Turbulenzen zeigte der mexikanische Peso Stärke, mit einer Aufwertung von 13 Prozent im Jahr 2025 und weiteren 4 Prozent im laufenden Jahr gegenüber dem Dollar.
Die heimische Wirtschaft expandierte 2025 um 0,6 Prozent, was eine weitere Verlangsamung darstellte.
Die Bruttoanlageinvestitionen schrumpften, während der private Konsum schwächer wuchs.
Mexikos Exporte profitierten jedoch von bevorzugten Handelsbedingungen unter dem T-MEC und der starken US-Nachfrage im Hochtechnologiesektor.
Für 2026 wird ein höheres Wachstum erwartet, jedoch mit anhaltenden Kapazitätsreserven und Abwärtsrisiken für die Wirtschaftstätigkeit.