Rodríguez: Geschlechtergerechtigkeit stärkt Mexikos Wirtschaft
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Rodríguez: Geschlechtergerechtigkeit stärkt Mexikos Wirtschaft

Victoria Rodríguez Ceja, Gouverneurin von Banco de México, hob bei der „Ring the Bell for Gender Equality“-Veranstaltung am 5. März 2026 die entscheidende Rolle der Geschlechtergerechtigkeit für Mexikos Wirtschaftswachstum hervor. Sie betonte, dass die volle Einbeziehung von Frauen ein hohes Potenzial freisetze.

Gleichstellung als Wachstumsmotor

Die Gouverneurin von Banco de México, Victoria Rodríguez Ceja, betonte die erwiesenen positiven Effekte einer stärkeren Beteiligung von Frauen an der Wirtschaft.

Eine höhere Inklusion und finanzielle Autonomie steigern die Effizienz und Produktivität einer Volkswirtschaft und verbessern die Lebensqualität von Familien und Gemeinschaften.

Trotz Fortschritten in den letzten Jahrzehnten bleibt Mexiko weit von einer vollständigen Chancengleichheit entfernt.

Dies stellt laut Rodríguez Ceja einen erheblichen Opportunitätskostenfaktor für das Wirtschaftswachstum und den sozialen Wohlstand dar.

Aktuelle Zahlen belegen die anhaltende Unterrepräsentation von Frauen in Führungspositionen.

So liegt der Frauenanteil in Vorständen börsennotierter Unternehmen in Mexiko bei unter 20 Prozent, deutlich unter dem OECD-Durchschnitt von 32,5 Prozent.

Im Bankensektor stellen Frauen zwar 53 Prozent des Personals, erreichen aber nur etwa 34 Prozent der Spitzenpositionen.

Auch auf kommunaler Ebene sind nur 22,9 Prozent der Bürgermeisterämter von Frauen besetzt.

Historische Hürden und neue Wege

Rodríguez Ceja erinnerte an die jüngere Geschichte Mexikos, in der Frauen bis 1974 die Genehmigung ihres Ehemanns oder eines Vormunds benötigten, um ein Bankkonto zu eröffnen.

Obwohl sich die Situation seither stark verbessert hat und Frauen heute erfolgreicher in Politik, Wirtschaft und Finanzen präsent sind, bestehen weiterhin Barrieren.

Dazu gehören der erschwerte Zugang zu hohen Führungspositionen, Lohnungleichgewichte und unzureichende Finanzierungsmöglichkeiten.

Um diese Ungleichheiten zu überwinden, forderte die Gouverneurin die Konsolidierung eines rechtlichen Rahmens und eine neue Organisationskultur, die Chancengleichheit bei Einstellung, Vergütung und Beförderung garantiert.

Zudem sollten Finanzinstitute geschlechtergerechte Produkte anbieten und die Finanzbildung für Mädchen und junge Frauen stärken.