Globale Risiken und Inflationsdruck im Banxico-Rat diskutiert
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Globale Risiken und Inflationsdruck im Banxico-Rat diskutiert

Das Protokoll der Banxico-Ratssitzung vom 25. März 2026 offenbart eine intensive Debatte über globale Risiken und Inflationsdruck. Geopolitische Spannungen und steigende Energiepreise prägen den Ausblick.

Geopolitische Spannungen dominieren globale Wirtschaft

Die globale Wirtschaftsaktivität zeigte im ersten Quartal 2026 eine stärkere Expansion, insbesondere in den USA, wo Investitionen und Haushaltsausgaben die Dynamik stützten.

Gleichzeitig kühlte sich der US-Arbeitsmarkt ab, mit einer Arbeitslosenquote von 4,4 Prozent im Februar, dem höchsten Stand seit 2021.

Die globale Unsicherheit nahm aufgrund der geopolitischen Spannungen im Nahen Osten erheblich zu, was die weltweite Wirtschaftsaktivität negativ beeinflussen könnte.

Die Ölpreise stiegen deutlich; Brent-Rohöl notierte über 100 US-Dollar pro Barrel, ein Niveau, das seit 2022 nicht mehr erreicht wurde.

Diese Entwicklung ist auf die Störung einer wichtigen Handelsroute zurückzuführen, über die etwa 20 Prozent des globalen Ölvolumens transportiert werden.

Auch die Preise für Erdgas, Flugturbinenkraftstoff, Benzin und Diesel verzeichneten erhebliche Anstiege.

Die Internationale Energieagentur reagierte mit der Freigabe strategischer Ölreserven.

Edel- und Industriemetalle kehrten ihre Aufwärtstrends um, was die gestiegene globale Unsicherheit widerspiegelt.

Inflationsausblick und Zentralbank-Reaktionen

Die Inflation in den meisten Volkswirtschaften näherte sich den Zielen der Zentralbanken, wobei die Dienstleistungsinflation eine anhaltende Herausforderung darstellte.

In den USA sank die Gesamtinflation von 2,7 Prozent im Dezember auf 2,4 Prozent im Februar, die Kerninflation von 2,6 auf 2,5 Prozent.

Die globale Inflation ist jedoch mit hoher Unsicherheit konfrontiert; der Konflikt im Nahen Osten birgt zusätzliche, schwer quantifizierbare Risiken.

Viele Zentralbanken, darunter die in Kanada, Japan, Schweden, Europa, Großbritannien und den USA, behielten ihre Leitzinsen bei und signalisierten Vorsicht.

Die Federal Reserve hielt den Leitzins im März unverändert und betonte die hohe Unsicherheit sowie die unklaren Auswirkungen der Ereignisse im Nahen Osten.

Der Fed-Vorsitzende Powell erklärte, der Arbeitsmarkt sei derzeit keine relevante Inflationsquelle.

Die Fed-Projektionen sehen weiterhin eine Zinssenkung im Jahr 2026 vor.

Internationale Finanzmärkte zeigten Volatilität, der Dollar wertete auf, und sichere Häfen wie Gold und der Schweizer Franken wurden stärker nachgefragt.

Cautela ist das Gebot der Stunde

Das Protokoll verdeutlicht die tiefgreifende Sorge des Banxico-Rates angesichts der volatilen globalen Lage.

Die Betonung geopolitischer Risiken und deren Inflationsauswirkungen signalisiert eine anhaltend vorsichtige Geldpolitik.

Eine schnelle Lockerung der Zinsen erscheint unter diesen Umständen unwahrscheinlich.