Banxico-Rat diskutiert Nahost-Konflikt und Inflation
Die Banxico-Gouverneure erörterten die geldpolitische Entscheidung vom 25. Juni 2026. Im Fokus standen die Auswirkungen des Nahost-Konflikts auf die globale Inflation und die mexikanische Wirtschaft.
Globale Risiken und US-Wachstum
Die Mehrheit der Banxico-Gouverneure diskutierte die anhaltenden Auswirkungen des Nahost-Konflikts auf die Weltwirtschaft.
Ein Abkommen zur Wiedereröffnung der Straße von Hormus und ein Waffenstillstand hätten zwar die Eskalationsrisiken gemildert, doch die langfristigen Folgen blieben unsicher.
Die globale Wirtschaftsaktivität im zweiten Quartal 2026 expandierte voraussichtlich ähnlich wie im Vorquartal, mit einer Moderation in Schwellenländern und einem heterogenen Aufschwung in Industrieländern.
Die USA zeigten ein stärkeres Wachstum im ersten Quartal, getragen von privatem Konsum und Investitionen in Technologiesektoren.
Die US-Inflation stieg von 3,3 Prozent im März auf 4,2 Prozent im Mai, die Kerninflation von 2,6 Prozent auf 2,9 Prozent.
Der Konflikt bleibe ein wichtiger Risikofaktor für die globale Inflation, obwohl jüngste Fortschritte die Sorgen um die Energieversorgung gemildert und die Ölpreise gesenkt hätten.
Dennoch könnten die Energiepreise über dem Vorkonfliktniveau bleiben oder wieder ansteigen, und geopolitische Risikoprämien seien zu erwarten.
Die Gesamtinflation in den wichtigsten Volkswirtschaften nahm aufgrund steigender Energiepreise weiter zu, wobei die längerfristigen Inflationserwartungen verankert blieben.
Zentralbanken agieren vorsichtig, Fed ändert Kommunikation
Viele Zentralbanken hielten ihre Leitzinsen stabil, EZB und BoJ erhöhten sie.
Die Fed beließ ihren Leitzins im Juni unverändert.
Ihre neuen Projektionen zeigten eine leicht höhere Inflations- und Zinspfad-Trajektorie, was die Entwicklung von Gesamtinflation und Arbeitsmarkt widerspiegelt.
Die Fed änderte ihre Kommunikation: Forward Guidance wurde abgeschafft, Ankündigungen verkürzt, Preisstabilität betont.
Die Finanzmärkte reagierten sensibel auf den Nahost-Konflikt; Fortschritte bei einem Friedensabkommen führten zu positiven Reaktionen.
Der Dollar wertete auf, Aktienmärkte verzeichneten Gewinne, besonders im Technologiesektor.
Staatsanleihen zeigten gemischte Zinsbewegungen.
Zwischen Geopolitik und heimischer Stärke
Diese Minuta verdeutlicht die anhaltende Dominanz geopolitischer Risiken in den geldpolitischen Diskussionen, insbesondere die Unsicherheit um den Nahost-Konflikt.
Gleichzeitig zeigt sie die Herausforderung, externe Schocks mit der robusten heimischen Wirtschaft Mexikos in Einklang zu bringen.
Die Anpassungen in der Fed-Kommunikation könnten zudem die Unsicherheit für Schwellenländer wie Mexiko erhöhen.