Mexikos Regionen: Wirtschaft schrumpft, Inflation schwankt
Der Banxico-Bericht für Q1 2026 zeigt einen deutlichen Rückgang der Wirtschaftsaktivität in allen mexikanischen Regionen. Die Inflation stieg zunächst an, fiel aber seit April wieder, während die Geschäftserwartungen gemischt bleiben.
Regionaler Rückgang nach kurzer Erholung
Im ersten Quartal 2026 verzeichnete Mexikos BIP einen signifikanten Rückgang, nachdem es sich im vierten Quartal 2025 leicht erholt hatte.
Dieser Trend spiegelte sich in allen Regionen wider: Im Norden, Zentrum-Norden und Zentrum war der Rückgang primär auf die Schwäche tertiärer Aktivitäten, einschliesslich des Tourismus, zurückzuführen.
Zusätzlich beeinflussten im Norden und Zentrum-Norden der Rückgang der Fertigungsindustrie und des Baugewerbes, während im Zentrum auch der Bergbau betroffen war.
Im Süden führte eine Kontraktion in der Fertigung, im Bergbau und in der Landwirtschaft zur Abnahme der Wirtschaftsleistung.
Die jährliche Gesamtinflation stieg zwischen Q4 2025 und Q1 2026 in allen Regionen ausser dem Norden an.
Sie kletterte im Zentrum-Norden von 3,75 auf 4,25 Prozent, im Zentrum von 3,84 auf 4,38 Prozent und im Süden von 3,58 auf 4,37 Prozent.
Seit April ist die Inflation jedoch in allen Regionen wieder rückläufig.
Im Mai lagen die Raten bei 3,38 Prozent im Norden, 4,27 Prozent im Zentrum-Norden, 3,94 Prozent im Zentrum und 4,20 Prozent im Süden.
Geschäftserwartungen und globale Risiken
Die Banxico-Umfrage unter Unternehmensführern zeigte, dass die Erwartungen für Nachfrage, Personal und Investitionen in Sachanlagen in allen Regionen im Expansionsbereich verharrten, jedoch mit regionalen Unterschieden.
Als Abwärtsrisiken wurden die Verschlechterung der öffentlichen Sicherheit, die Eskalation geopolitischer Konflikte und geringere öffentliche Infrastrukturinvestitionen identifiziert.
Aufwärtsrisiken umfassten höhere öffentliche Ausgaben, einen stärkeren Einfluss der Fussball-Weltmeisterschaft 2026 auf den regionalen Tourismus und günstigere Bedingungen für private Investitionen.
Begleitende Analysen in den 'Recuadros' vertieften Themen wie die Rolle digitaler Plattformen im Tourismus und die Auswirkungen des El Niño-Phänomens auf das Klima.
Wachstum im Schatten der Unsicherheit
Mexikos regionale Ökonomien dürften sich zwar weiter ausdehnen, jedoch in einem komplexen und unsicheren Umfeld, das erhebliche Herausforderungen für das Wachstum birgt.
Externe Faktoren wie die US-Politik und geopolitische Spannungen belasten die Aussichten, ergänzt durch interne Probleme wie die öffentliche Unsicherheit.
Diese Gemengelage erfordert von der Banxico-Junta eine besonders nuancierte Betrachtung der regionalen Dynamiken.