Mexikos Regionen: Wachstum erholt sich, Inflationsdruck bleibt
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Mexikos Regionen: Wachstum erholt sich, Inflationsdruck bleibt

Der Banxico-Bericht für Oktober bis Dezember 2025 zeigt eine Erholung der regionalen Wirtschaft Mexikos. Trotzdem bleibt der Inflationsdruck in einigen Regionen bestehen, während die Geschäftserwartungen uneinheitlich sind.

Wachstum kehrt zurück, aber nicht überall

Im vierten Quartal 2025 verzeichnete Mexikos BIP ein beschleunigtes Wachstum, angetrieben durch tertiäre Aktivitäten und eine leichte Belebung der Industrie.

Die Primärsektoren hingegen schrumpften.

Regional zeigte sich ein differenziertes Bild: Der Norden profitierte von verarbeitendem Gewerbe und Handel, das Zentrum-Norden vom Dienstleistungssektor, das Zentrum von Bau, Bergbau, Handel und Tourismus.

Im Süden war das Wachstum breit angelegt und kehrte den Rückgang von Anfang 2024 teilweise um.

Die jährliche Gesamtinflation entwickelte sich regional unterschiedlich: Sie sank im Norden (von 3,57 auf 3,43 Prozent) und Süden (von 3,76 auf 3,58 Prozent), blieb im Zentrum-Norden stabil (3,74 auf 3,75 Prozent) und stieg im Zentrum (von 3,50 auf 3,84 Prozent), beeinflusst durch höhere Nahverkehrstarife im November.

Im Februar 2026 lag die Inflation im Norden bei 3,25 Prozent, im Zentrum-Norden bei 4,12 Prozent, im Zentrum bei 4,25 Prozent und im Süden bei 4,33 Prozent.

Digitale Kluft und Arbeitsmarkt-Hürden

Der Bericht vertieft das Verständnis regionaler Dynamiken durch vier spezielle Analysen.

Eine davon beleuchtet die Entwicklung der digitalen Inklusion von 2017 bis 2024, die in allen Regionen Fortschritte zeigte, aber weiterhin eine Kluft zwischen Nord und Süd aufweist.

Eine weitere Studie untersucht geschlechtsspezifische Ungleichheiten beim Zugang zu Beschäftigung, wobei Frauen durchweg geringere Jobchancen und niedrigere Löhne erfahren.

Zudem werden regionale Unterschiede bei den Pendelzeiten zur Arbeit dokumentiert, die im Zentrum besonders hoch sind.

Die Geschäftserwartungen für die nächsten zwölf Monate bleiben in allen Regionen im Expansionsbereich, sind aber heterogen.

Die meisten Führungskräfte erwarten gleiche oder niedrigere Wachstumsraten für Verkaufspreise, Input- und Lohnkosten.

Hauptrisiken sind die öffentliche Sicherheit und die T-MEC-Revision.

Regionale Vielfalt als Chance und Last

Mexikos Regionalwirtschaft zeigt eine fragile Erholung, die von tief verwurzelten strukturellen Problemen wie digitaler Ungleichheit und Geschlechterdiskriminierung am Arbeitsmarkt überschattet wird.

Die Banxico-Analyse verdeutlicht, dass externe Unsicherheiten und interne Herausforderungen wie die öffentliche Sicherheit weiterhin das Wachstum hemmen.

Eine nachhaltige Stärkung der Binnenwirtschaft und gezielte Investitionen sind entscheidend, um das volle Potenzial der regionalen Vielfalt zu nutzen.