Filialnetz schrumpft weiter: 1.071 Zweigstellen weniger 2025
Die Konsolidierung im deutschen Bankensektor setzte sich 2025 fort. Die Zahl der inländischen Zweigstellen sank um 1.071 auf 16.799, während die Gesamtzahl der Institute um 39 auf 1.329 zurückging.
Weniger Institute, weniger Filialen
Die seit Jahren anhaltende Konsolidierung im deutschen Bankensektor setzte sich 2025 moderat fort.
Die Gesamtzahl der Kreditinstitute sank um netto 39 auf 1.329. Hauptursache waren 34 Fusionen.
Gleichzeitig verringerte sich die Zahl der inländischen Zweigstellen um 1.071 oder 6 Prozent auf 16.799. Dieser Rückgang fiel geringer aus als im Vorjahr (8,4 Prozent) und näherte sich wieder den Werten aus 2023 (rund 5 Prozent) und 2022 (rund 6 Prozent) an.
Der Trend zur Digitalisierung, hoher Kostendruck und ein verändertes Kundenverhalten sind die Haupttreiber dieser Entwicklung.
Besonders Großbanken reduzierten ihr Filialnetz stark, aber auch andere Bereiche sind betroffen.
Die Anpassung des Filialnetzes ist eine Reaktion auf die veränderten Bedürfnisse der Kunden, die zunehmend digitale Kanäle nutzen, sowie auf die Notwendigkeit für Banken, ihre Effizienz zu steigern und Kosten zu senken.
Diese strukturellen Veränderungen spiegeln einen tiefgreifenden Wandel in der Bankenlandschaft wider, der sich voraussichtlich fortsetzen wird.
Großbanken führen Filialabbau an
Der Filialabbau war bei den Großbanken am stärksten, mit einem Rückgang um 755 Zweigstellen (minus 34,6 Prozent) auf 1.429. Dies entfiel fast ausschließlich auf die Deutsche Bank, die ihr Netz um 709 Zweigstellen reduzierte.
Ihr Anteil am gesamten Zweigstellenbestand sank auf 8,5 Prozent.
Die Kreditbanken insgesamt verringerten ihre Zweigstellen um netto 762 auf 2.530. Im Sparkassen- und Genossenschaftssektor verlangsamte sich der Abbau: Sparkassen reduzierten um 116 auf 6.810 Filialen, Genossenschaftsbanken um 161 auf 6.241. Die Zahl der Auslandsfilialen deutscher Kreditinstitute erhöhte sich leicht um sechs auf 277, wobei rund 77 Prozent in Europa liegen.
Strukturwandel mit Ansage
Die Bundesbank-Daten bestätigen einen seit Jahren erwarteten Strukturwandel im deutschen Bankensektor.
Obwohl der Rückgang der Filialen sich verlangsamt, bleibt der Druck durch Digitalisierung und Kosteneffizienz hoch.
Für Kunden bedeutet dies eine weitere Verschiebung hin zu digitalen Angeboten und weniger physischen Anlaufstellen, was insbesondere in ländlichen Regionen Herausforderungen mit sich bringen kann.
Quelle: Bankstellenentwicklung im Jahr 2025
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