EZB-Umfrage: Inflation steigt, Einkommen sinken
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EZB-Umfrage: Inflation steigt, Einkommen sinken

Die jüngste EZB-Umfrage zu den Verbrauchererwartungen für April 2026 zeigt ein gemischtes Bild: Die wahrgenommene Inflation stieg deutlich auf 4,0 Prozent, während die Erwartungen für das nominale Einkommenswachstum sanken. Gleichzeitig verbesserten sich die Arbeitsmarktaussichten.

Wahrgenommene Inflation steigt deutlich

Der Median der in den vergangenen zwölf Monaten wahrgenommenen Inflation stieg im April auf 4,0 Prozent, nach 3,5 Prozent im März.

Die Inflationserwartungen für die kommenden zwölf Monate blieben unverändert bei 4,0 Prozent, während die Erwartungen für die Inflation in drei Jahren leicht von 3,0 Prozent auf 2,9 Prozent sanken.

Die Fünf-Jahres-Erwartungen verharrten bei 2,4 Prozent.

Die Unsicherheit bezüglich der kurzfristigen Inflationserwartungen blieb auf erhöhtem Niveau.

Parallel dazu sanken die Erwartungen der Verbraucher zum Wachstum der nominalen Einkommen in den kommenden zwölf Monaten von 1,2 Prozent auf 0,8 Prozent.

Im Gegensatz dazu stiegen die Erwartungen für das Wachstum der nominalen Ausgaben von 4,1 Prozent auf 4,3 Prozent.

Die Umfrage zeigte auch, dass die Inflationswahrnehmung und -erwartungen in den unteren Einkommensquintilen sowie bei älteren Befragten höher waren als in den oberen Quintilen und bei jüngeren Befragten.

Arbeitsmarkt stabil, Kreditzugang erschwert

Die Erwartungen zum Wirtschaftswachstum in den kommenden zwölf Monaten fielen im April stärker negativ aus.

Die Erwartungen zur Arbeitslosenquote sanken hingegen leicht, was auf einen weitgehend stabilen Arbeitsmarktausblick hindeutet.

Im Arbeitsmarkt zeigte sich ein gemischtes Bild: Erwerbslose sahen eine höhere Wahrscheinlichkeit, einen Job zu finden, während Erwerbstätige eine erhöhte Wahrscheinlichkeit sahen, ihren Arbeitsplatz zu verlieren.

Die Erwartungen zum Preisanstieg bei Immobilien blieben unverändert bei 3,7 Prozent, ebenso wie die Hypothekenzinsen bei 4,9 Prozent.

Der Nettoanteil der Haushalte, die von einem erschwerten Kreditzugang berichteten, erreichte den höchsten Stand seit Februar 2024 für die Vergangenheit und seit Oktober 2023 für die Zukunft.

Der Anteil der Kreditantragsteller sank auf den niedrigsten Stand seit April 2023.

Gemischte Signale für die EZB

Die Umfrage liefert der EZB ein ambivalentes Bild.

Während die kurzfristig wahrgenommene Inflation steigt, was auf anhaltenden Preisdruck hindeutet, bleiben die längerfristigen Inflationserwartungen stabil oder sinken leicht.

Dies könnte die EZB in ihrer datenabhängigen Haltung bestärken, aber auch den Druck erhöhen, die Inflationsentwicklung genau zu beobachten.