Verbrauchererwartungen: Kurzfristige Inflation sinkt auf 2,6 Prozent
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Verbrauchererwartungen: Kurzfristige Inflation sinkt auf 2,6 Prozent

Die kurzfristigen Inflationserwartungen der Verbraucher im Euroraum sind im Januar auf 2,6 Prozent gesunken. Dies geht aus der jüngsten EZB-Umfrage hervor, die auch einen Anstieg der Einkommenserwartungen zeigt.

Kurzfristige Erwartungen geben nach

Der Median der von den Verbrauchern wahrgenommenen Inflation sank im Januar auf 3,0 Prozent, verglichen mit 3,2 Prozent im Vormonat.

Auch die Inflationserwartungen für die kommenden zwölf Monate waren rückläufig und sanken um 0,2 Prozentpunkte auf 2,6 Prozent (Dezember: 2,8 Prozent).

Die Erwartungen für die Inflation in drei Jahren blieben unverändert bei 2,6 Prozent, während jene für fünf Jahre leicht von 2,4 Prozent auf 2,3 Prozent sanken.

Die Unsicherheit bezüglich der kurzfristigen Inflationserwartungen wies im Januar keine Veränderung auf.

Die Inflationswahrnehmung und die kurzfristigen Erwartungen in den unteren Einkommensquintilen lagen weiterhin etwas über denen der oberen Einkommensquintile, ein Trend, der seit 2023 beobachtet wird.

Bei jüngeren Befragten (18-34 Jahre) waren die Inflationswahrnehmung und die Inflationserwartungen nach wie vor geringer als bei älteren Altersgruppen (35-70 Jahre).

Gemischtes Bild bei Einkommen und Immobilien

Die Erwartungen zum Wachstum der nominalen Einkommen stiegen im Januar von 1,1 Prozent auf 1,2 Prozent, hauptsächlich getragen von den drei obersten Einkommensquintilen.

Die Erwartungen für das Wachstum der nominalen Ausgaben blieben hingegen unverändert bei 3,4 Prozent.

Auch die Erwartungen zum Wirtschaftswachstum verharrten bei -1,1 Prozent, und die Arbeitslosenquote wurde weiterhin bei 11,0 Prozent erwartet.

Der Arbeitsmarktausblick deutet auf Stabilität hin, mit einer erhöhten Wahrscheinlichkeit für Arbeitslose, binnen drei Monaten einen Job zu finden.

Die Erwartungen für den Preisanstieg bei selbst bewohnten Immobilien erhöhten sich leicht von 3,6 Prozent auf 3,7 Prozent.

Die Hypothekenzinsen wurden unverändert bei 4,7 Prozent erwartet, wobei einkommensschwächere Haushalte höhere Erwartungen hatten.

Der Nettoanteil der Haushalte, die eine Verschärfung des Kreditzugangs meldeten, stieg an.