EZB begeht Holocaust-Gedenktag und eröffnet Garten der Erinnerung
BBK Press Read in English

EZB begeht Holocaust-Gedenktag und eröffnet Garten der Erinnerung

Zum Internationalen Holocaust-Gedenktag am 27. Januar legt die EZB einen Garten der Erinnerung an. EZB-Präsidentin Christine Lagarde tauscht sich dabei mit Modeschöpferin Diane von Fürstenberg aus.

Lagarde im Dialog mit Diane von Fürstenberg

Die Europäische Zentralbank (EZB) begeht den Internationalen Holocaust-Gedenktag am 27. Januar mit einer feierlichen Veranstaltung in ihrem Hauptgebäude.

EZB-Präsidentin Christine Lagarde, Stadträtin Ina Hartwig, Mirjam Wenzel vom Jüdischen Museum und Antisemitismusbeauftragter Uwe Becker halten Ansprachen.

Ein Höhepunkt ist der Austausch zwischen Präsidentin Lagarde und der Modeschöpferin Diane von Fürstenberg, Tochter von Holocaust-Überlebenden.

Sie sprechen über Familiengeschichte, generationsübergreifendes Trauma und Hoffnung.

Zu Ehren von Fürstenbergs verstorbener Mutter Lily Nahmias, einer Auschwitz-Überlebenden, wird ein Magnolienbaum überreicht.

Dieser Baum, eine Neuzüchtung mit dem Namen ihrer Mutter, bildet den Auftakt für den Garten der Erinnerung der EZB, der jährlich um einen weiteren Baum erweitert wird.

Die Großmarkthalle als Ort der Deportation

Das Areal der von der EZB genutzten Großmarkthalle ist ein geschichtsträchtiger Ort.

Zwischen 1941 und 1945 wurden im Kellergeschoss des Ostflügels über 10.000 jüdische Bürger zusammengetrieben und von dort in Konzentrationslager deportiert.

Gemeinsam mit der jüdischen Gemeinde Frankfurt und der Stadt Frankfurt am Main hat die EZB eine Erinnerungsstätte geschaffen.

Dort sind Zitate von Opfern und Beobachtern eingraviert, die das Ausmaß der Deportationen verdeutlichen.

Jedes Jahr richtet die EZB in dieser Erinnerungsstätte eine feierliche Veranstaltung aus, um der Opfer des Holocaust zu gedenken, auch jener, die von hier aus deportiert wurden.

Erinnerung als Wurzel der Zukunft

EZB-Präsidentin Lagarde unterstreicht die Verantwortung, Antisemitismus und Hass entschieden entgegenzutreten.

Das Gedenken an den Holocaust mahnt, die menschliche Würde in Gegenwart und Zukunft zu schützen.

Der Garten der Erinnerung symbolisiert dabei die Verbindung von Vergangenheitsbewältigung und der Hoffnung auf eine verantwortungsvolle Zukunft.