Aktiva-Prüfung bei LBS Süd und Wüstenrot ohne Kapitallücken
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Aktiva-Prüfung bei LBS Süd und Wüstenrot ohne Kapitallücken

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat ihre Prüfungen der Aktiva-Qualität (AQRs) bei der LBS Süd und Wüstenrot Bausparkasse AG abgeschlossen. Dabei wurden keine Kapitallücken bei den beiden bedeutenden Instituten festgestellt.

Bausparkassen unter direkter EZB-Aufsicht

Die EZB stufte die LBS Landesbausparkasse Süd und die Wüstenrot Bausparkasse AG als bedeutende Institute ein, da der Gesamtwert ihrer Aktiva den Schwellenwert von 30 Mrd. Euro überstieg.

Wüstenrot unterliegt seit Januar 2024, LBS Süd seit Januar 2025 der direkten Aufsicht der EZB.

Aktiva-Qualitätsprüfungen (AQRs) dienen dazu, die Bewertung der Aktiva von Banken aus aufsichtlicher Perspektive zu prüfen, die Transparenz der Risikopositionen zu erhöhen und die Angemessenheit der Kapitalausstattung zu beurteilen.

Bei den Prüfungen von LBS Süd und Wüstenrot lag der Schwerpunkt auf dem Kreditrisiko.

Kreditrisikobewertung beeinflusst Kernkapital

Die Prüfungen führten zu einem Rückgang der Quote für das harte Kernkapital (CET1) um 137 Basispunkte für die LBS Süd (auf 16,06 Prozent) und um 98 Basispunkte für Wüstenrot (auf 16,71 Prozent).

Dieser Effekt ist primär darauf zurückzuführen, dass Kreditrisiken bei den Banken erst nach Kreditgewährung berücksichtigt werden, obwohl sie bereits bei Zuteilungsreife des Bausparvertrags entstehen.

Dies verursachte einen Rückgang der CET1-Quote um 109 Basispunkte für die LBS Süd und um 64 Basispunkte für Wüstenrot.

Trotz dieser Anpassungen weisen die Institute keine Kapitallücke auf, da ihre AQR-bereinigten CET1-Quoten über den Eigenkapitalanforderungen liegen.