EU-Bankensektor: Aktiva steigen, NPL-Quote leicht erhöht
Die aggregierten Aktiva der EU-Kreditinstitute stiegen bis September 2025 auf 33,44 Billionen Euro, ein Plus von 0,95 Prozent. Gleichzeitig erhöhte sich die Quote notleidender Kredite leicht auf 1,97 Prozent.
Stabiles Wachstum bei Aktiva und Kapital
Der EU-Bankensektor verzeichnete bis Ende September 2025 ein Wachstum der aggregierten Aktiva.
Diese erhöhten sich von 33,12 Billionen Euro im September 2024 auf 33,44 Billionen Euro im September 2025, was einem Anstieg von 0,95 Prozent entspricht.
Die aggregierte Quote notleidender Kredite der Kreditinstitute in der EU stieg im Jahresvergleich um 0,01 Prozentpunkte und erreichte 1,97 Prozent.
Gleichzeitig zeigte sich eine solide Profitabilität mit einer aggregierten Eigenkapitalrendite von 7,41 Prozent.
Die harte Kernkapitalquote, ein wichtiger Indikator für die Kapitalausstattung, lag bei robusten 16,43 Prozent.
Diese konsolidierten Daten bieten einen umfassenden Überblick über die finanzielle Lage und Stabilität des europäischen Bankensystems.
Umfassender Blick auf den EU-Bankensektor
Die Europäische Zentralbank (EZB) hat die konsolidierten Bankendaten (CBD) für Ende September 2025 veröffentlicht.
Dieser vierteljährliche Datensatz bietet eine konsolidierte Sicht auf den EU-Bankensektor.
Die Erhebung umfasste 336 Institutsgruppen sowie über 2.200 Einzelinstitute und Tochtergesellschaften, die nahezu 100 Prozent des Bilanzvolumens des EU-Bankensektors abbilden.
Die CBD enthalten ein breites Spektrum an Indikatoren zu Profitabilität, Bilanzstruktur, Liquidität, Qualität der Aktiva, Eigenmittelausstattung und Solvenz.
Die Daten werden für den gesamten Bankensektor veröffentlicht, wobei die Meldungen zumeist nach EBA-Standards auf IFRS-Grundlage erfolgen.
Stabilität mit kleinen Warnsignalen
Das Wachstum der Aktiva und die stabile Kapitalquote signalisieren eine robuste Verfassung des EU-Bankensektors.
Der leichte Anstieg der Quote notleidender Kredite um 0,01 Prozentpunkte ist zwar marginal, sollte jedoch im aktuellen Zinsumfeld aufmerksam beobachtet werden.
Insgesamt zeigen die Daten eine widerstandsfähige Branche, die jedoch weiterhin externen Schocks ausgesetzt bleibt und eine kontinuierliche Überwachung erfordert.