Geldmengenwachstum im Euroraum verlangsamt sich im April
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Geld­men­gen­wachs­tum im Euroraum verlangsamt sich im April

Das Wachstum des weit gefassten Geldmengenaggregats M3 im Euroraum sank im April 2026 auf 2,7 Prozent nach 3,2 Prozent im März. Auch das enger gefasste Aggregat M1, das Bargeld und täglich fällige Einlagen umfasst, verlangsamte sich von 4,7 Prozent auf 3,8 Prozent.

M3-Dynamik lässt nach

Das Wachstum des weit gefassten Geldmengenaggregats M3 im Euroraum verlangsamte sich im April 2026 auf 2,7 Prozent, nach 3,2 Prozent im März.

Haupttreiber dieser Entwicklung war das enger gefasste Geldmengenaggregat M1, das Bargeld und täglich fällige Einlagen umfasst.

Dessen jährliche Wachstumsrate sank deutlich von 4,7 Prozent im März auf 3,8 Prozent im April.

Die sonstigen kurzfristigen Einlagen (M2 - M1) zeigten hingegen eine Erholung, mit einem Anstieg der Jahresänderungsrate auf 0,8 Prozent nach zuvor -0,1 Prozent.

Gleichzeitig fiel die jährliche Zuwachsrate der marktfähigen Finanzinstrumente (M3 - M2) von 4,2 Prozent auf 1,1 Prozent.

Der Beitrag von M1 zur Jahreswachstumsrate von M3 reduzierte sich im April auf 2,4 Prozentpunkte, von 3,0 Prozentpunkten im Vormonat.

Bei den geldhaltenden Sektoren blieben die Einlagen privater Haushalte mit 2,9 Prozent stabil.

Die Einlagen nichtfinanzieller Kapitalgesellschaften sanken auf 3,8 Prozent (März: 4,2 Prozent), während Einlagen von Investmentfonds (ohne Geldmarktfonds) einen deutlichen Rückgang von 3,1 Prozent auf -5,7 Prozent verzeichneten.

Kreditwachstum uneinheitlich

Die Jahreswachstumsrate der bereinigten Buchkredite an private Haushalte blieb im April 2026 mit 3,0 Prozent gegenüber dem Vormonat unverändert.

Im Gegensatz dazu erhöhte sich die Jahreswachstumsrate der bereinigten Buchkredite an nichtfinanzielle Kapitalgesellschaften von 3,2 Prozent im März auf 3,4 Prozent im Berichtsmonat.

Insgesamt ging die Jahreswachstumsrate der gesamten Forderungen an Nicht-MFIs im Euroraum auf 2,0 Prozent zurück, nach 2,4 Prozent im Vormonat.

Dies spiegelte sich in einer Verringerung der Forderungen an öffentliche Haushalte auf -0,4 Prozent wider, während die Forderungen an den privaten Sektor auf 3,0 Prozent sanken.

Die Gegenposten der weit gefassten Geldmenge M3 trugen ebenfalls zur Entwicklung bei.

Forderungen an den privaten Sektor lieferten einen positiven Beitrag, während Nettoforderungen an Ansässige außerhalb des Euroraums und Forderungen an öffentliche Haushalte ihren Beitrag reduzierten oder negativ wurden.

Längerfristige Verbindlichkeiten und übrige Gegenposten hatten ebenfalls einen Einfluss auf die M3-Wachstumsrate.

Quelle: Geldmengenentwicklung im Euroraum: April 2026

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