Gewerbeimmobilienpreise steigen um 2,1 Prozent
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Ge­wer­beim­mo­bi­li­en­prei­se steigen um 2,1 Prozent

Die Preise für Gewerbeimmobilien in Deutschland stiegen im ersten Quartal 2026 um 2,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Deutsche Bundesbank und vdpResearch veröffentlichen erstmals einen gemeinsamen Preisindex.

Transparenz für den Markt

Die Preise für Gewerbeimmobilien in Deutschland setzten im ersten Quartal 2026 ihren Aufschwung fort und stiegen um 2,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Diese Aufwärtsbewegung, die Mitte 2024 begann, setzte sich damit fast unverändert fort.

Die Deutsche Bundesbank hat in Kooperation mit vdpResearch heute erstmals einen neuen Gewerbeimmobilienpreisindex veröffentlicht, der diese Entwicklung abbildet.

Fritzi Köhler-Geib, für Daten und Statistik zuständiges Vorstandsmitglied der Bundesbank, betonte die Bedeutung glaubwürdiger und verlässlicher Daten als Grundlage evidenzbasierter Entscheidungen.

Sie erklärte: „Mit dem neuen Gewerbeimmobilienpreisindex schließen wir eine Datenlücke im Immobilienbereich und fördern damit die Transparenz am Markt für Gewerbeimmobilien.“

Immobilientypen im Fokus

Der neue Gewerbeimmobilienpreisindex bildet vierteljährlich die Preisentwicklung für Büro, Einzelhandel und Mehrfamilienhäuser im Eigentum von Unternehmen ab.

Neben dem Gesamtindex werden auch Teilindizes für die einzelnen Immobilientypen sowie fünf regionale Teilindizes ausgewiesen, darunter für Städte mit überregionaler und regionaler Bedeutung.

Grundlage sind über 300.000 Transaktionsdaten aus dem Finanzierungsgeschäft von Pfandbriefbanken, Genossenschaftsbanken, Sparkassen und Privatbanken, gesammelt seit 2013 in der Marktschwankungsdatenbank von vdpResearch.

Langfristig zeigen Mehrfamilienhäuser die stärkste Preisdynamik mit rund 110 Prozent Preisanstieg.

Büroimmobilien verzeichneten rund 75 Prozent Zuwachs, Einzelhandelsflächen liegen im ersten Quartal 2026 wieder auf dem Ausgangsniveau.

Risiken im Blick

Die Entwicklung von Immobilienpreisen hat weitreichende Auswirkungen auf die Realwirtschaft und das Finanzsystem, was eine verlässliche Datenbasis umso relevanter macht.

Korrekturen in der Bewertung von Gewerbeimmobilien, die häufig der Besicherung von Unternehmenskrediten dienen, können erhebliche Risiken für die Finanzstabilität bergen.

Die Publikation des Index ist daher ein wichtiger Schritt, um diese komplexen Zusammenhänge besser zu verstehen und potenzielle Schwachstellen frühzeitig zu erkennen.