Kreditkosten für Unternehmen im Euroraum stabil, Einlagenzinsen für Firmen sinken
Die MFI-Zinsstatistik für Januar 2026 zeigt stabile Kreditfinanzierungskosten für Unternehmen bei 3,57 Prozent und für Wohnungsbaukredite bei 3,35 Prozent. Gleichzeitig sanken die gewichteten Zinssätze für neue Einlagen von Unternehmen mit vereinbarter Laufzeit um 4 Basispunkte auf 1,91 Prozent.
Unternehmenskredite verharren, Einlagenzinsen sinken
Der gewichtete Indikator der Kreditfinanzierungskosten für neue Unternehmenskredite blieb im Januar 2026 unverändert bei 3,57 Prozent.
Bei Krediten über 1 Mio. Euro sanken die Zinssätze für Laufzeiten von mehr als drei Monaten bis zu einem Jahr um 9 Basispunkte auf 3,45 Prozent und für über zehn Jahre um 12 Basispunkte auf 3,53 Prozent.
Kleinere Kredite bis 250.000 Euro mit variabler Verzinsung verringerten sich um 6 Basispunkte auf 3,59 Prozent.
Auffällig ist der Anstieg des Zinssatzes für neue Kredite an Einzelunternehmen und Personengesellschaften um 16 Basispunkte auf 3,97 Prozent.
Bei den Einlagen sank der gewichtete Zinssatz für neue Einlagen von Unternehmen mit vereinbarter Laufzeit um 4 Basispunkte auf 1,91 Prozent, während täglich fällige Einlagen bei 0,52 Prozent stabil blieben.
Wohnungsbaukredite stabil, Konsumentenkredite teurer
Der gewichtete Indikator der Kreditfinanzierungskosten für neue Wohnungsbaukredite an private Haushalte blieb im Januar 2026 weitgehend stabil bei 3,35 Prozent.
Während variable Wohnungsbaukredite um 4 Basispunkte auf 3,51 Prozent sanken, stiegen die Zinsen für Kredite mit über zehn Jahren Zinsbindung um 10 Basispunkte auf 3,23 Prozent.
Besonders auffällig ist der deutliche Anstieg der Zinsen für neu vergebene Konsumentenkredite an private Haushalte um 35 Basispunkte auf 7,51 Prozent.
Bei den Einlagen privater Haushalte blieben die Zinssätze für Einlagen mit vereinbarter Laufzeit mit 1,82 Prozent und täglich fällige Einlagen mit 0,25 Prozent weitgehend konstant.
Differenzierte Zinsdynamik
Die aktuellen MFI-Zinsdaten offenbaren eine differenzierte Zinsdynamik im Euroraum, die über eine einfache Stabilisierung hinausgeht.
Während die Kreditkosten für große Unternehmen und Wohnungsbaukredite weitgehend stabil bleiben, steigen die Zinsen für Konsumentenkredite und Kredite an Einzelunternehmen deutlich an.
Dies deutet auf eine ungleichmäßige Weitergabe der Geldpolitik hin, die bestimmte Sektoren stärker belastet als andere.
Quelle: MFI-Zinsstatistik für den Euroraum: Januar 2026
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