Deutscher Rentenmarkt: 2,7 Mrd. Euro Netto-Absatz
BBK Data Read in English

Deutscher Rentenmarkt: 2,7 Mrd. Euro Netto-Absatz

Die Bundesbank meldet für März 2026 einen Netto-Absatz von 2,7 Mrd. Euro am deutschen Rentenmarkt. Aktien verzeichneten hingegen Nettotilgungen von 13,1 Mrd. Euro.

Öffentliche Hand stützt Rentenmarkt

Der deutsche Rentenmarkt verzeichnete im März 2026 einen Netto-Absatz von 2,7 Mrd. Euro bei Inhaberschuldverschreibungen, wie die Deutsche Bundesbank berichtet.

Während ausländische Schuldverschreibungen mit 12,5 Mrd. Euro einen deutlichen Netto-Absatz aufwiesen, zeigten inländische Schuldverschreibungen eine Nettotilgung von 9,8 Mrd. Euro.

Besonders prägend war die Entwicklung bei Bankschuldverschreibungen, die mit einer Nettotilgung von 20,4 Mrd. Euro den größten negativen Beitrag leisteten.

Hier fielen insbesondere Schuldverschreibungen von Spezialkreditinstituten (-14,2 Mrd. Euro) ins Gewicht.

Auch Unternehmensschuldverschreibungen verzeichneten eine Nettotilgung von 5,3 Mrd. Euro.

Ein starker Netto-Absatz kam hingegen von der öffentlichen Hand mit 15,9 Mrd. Euro, wovon der Bund mit 15,8 Mrd. Euro den Löwenanteil stellte.

Innerhalb der Bundeswertpapiere gab es ein gemischtes Bild: Kurzfristige Papiere wie Bubills und 2-jährige Bundesschatzanweisungen wurden netto getilgt.

Dem standen deutliche Netto-Absätze bei längerlaufenden Papieren gegenüber, darunter 5-jährige Bundesobligationen (+10,3 Mrd. Euro), 10-jährige Bundesanleihen (+11,4 Mrd. Euro) und 30-jährige Bundesanleihen (+5,0 Mrd. Euro).

Aktien unter Druck, Fonds im Plus

Im Aktiensegment zeigte sich im März 2026 ein deutlicher Rückzug: Der Netto-Absatz belief sich auf -13,1 Mrd. Euro.

Dies war primär auf ausländische Aktien zurückzuführen, die eine Nettotilgung von 14,4 Mrd. Euro verzeichneten.

Inländische Aktien hingegen konnten einen geringen Netto-Absatz von 1,3 Mrd. Euro verbuchen.

Gegenläufig entwickelte sich der Markt für Anteile an Investmentfonds, der einen Netto-Absatz von 6,3 Mrd. Euro aufwies.

Hierbei trugen inländische Fondsanteile mit 2,5 Mrd. Euro und ausländische Fondsanteile mit 3,8 Mrd. Euro positiv bei.

Innerhalb der inländischen Fonds waren Rentenfonds mit einem Netto-Absatz von 4,8 Mrd. Euro und Aktienfonds mit 1,7 Mrd. Euro besonders gefragt.

Gemischte Wertpapierfonds (-5,3 Mrd. Euro) und Immobilienfonds (-0,3 Mrd. Euro) verzeichneten hingegen Nettotilgungen.

Flucht in Staatsanleihen

Die Daten für März 2026 offenbaren eine klare Präferenz für risikoärmere Anlagen am deutschen Markt.

Während Staatsanleihen stark nachgefragt wurden, zogen Anleger Kapital aus ausländischen Aktien und bestimmten Fondssegmenten ab.

Dies deutet auf eine anhaltende Unsicherheit im Marktumfeld hin, die zu einer Umschichtung in vermeintlich sichere Häfen führt.

Quelle: Nettotilgungen am deutschen Rentenmarkt im März 2026

IN: