Falschgeld-Schaden in Deutschland sinkt deutlich auf 4 Millionen Euro
Die Bundesbank registrierte 2025 rund 68.000 falsche Euro-Banknoten, 6,1 Prozent weniger als im Vorjahr. Der dadurch entstandene Schaden sank um 11 Prozent auf 4 Millionen Euro.
Weniger Schaden durch gefälschte 100- und 200-Euro-Noten
Die Deutsche Bundesbank verzeichnete 2025 einen Rückgang der Falschgeld-Schadenssumme um 11 Prozent auf 4 Millionen Euro.
Insgesamt wurden knapp 68.000 falsche Euro-Banknoten im deutschen Zahlungsverkehr festgestellt, ein Minus von 6,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Dieser Rückgang ist maßgeblich auf einen spürbaren Rückgang der Fälschungen von 100- und 200-Euro-Banknoten zurückzuführen.
"Die Täter haben sich vor allem auf einfache Fälschungen mit mittlerem Nennwert konzentriert", sagte Burkhard Balz, im Vorstand der Bundesbank zuständig für Bargeld.
Rein rechnerisch entfielen 2025 acht falsche Banknoten auf 10.000 Einwohner.
Ein großer Anteil der Fälschungen war sehr leicht erkennbar, teilweise mit Aufdrucken wie "MovieMoney" oder "Prop copy" ohne Sicherheitsmerkmale.
Neu ist, dass zunehmend 50-Euro-Noten mit diesen einfachen Methoden imitiert werden, während bisher vor allem 10- und 20-Euro-Banknoten betroffen waren.
Falschmünzen im Rückgang: So erkennt man Fälschungen
Auch bei den Münzen ging die Zahl der Fälschungen zurück: Die Bundesbank zog 2025 rund 128.100 falsche Münzen aus dem Verkehr, 9,3 Prozent weniger als im Vorjahr.
Damit entfielen fünfzehn falsche Münzen auf 10.000 Einwohner.
Die Fälschungen konzentrierten sich ausschließlich auf die drei höchsten Stückelungen, wobei 2-Euro-Münzen mit 91 Prozent den größten Anteil ausmachten.
Da Falschgeld nicht ersetzt wird, empfiehlt die Bundesbank, Banknoten nach dem Prinzip "Fühlen-Sehen-Kippen" zu prüfen.
Die meisten gefälschten Banknoten sind an fehlender Griffigkeit, Wasserzeichen oder Farbwechseleffekt erkennbar.
Falsche Münzen weisen oft unsaubere Prägungen auf und sind meist stark oder gar nicht magnetisch, im Gegensatz zu echten 1- und 2-Euro-Münzen, die nur schwach magnetisch sind.
Erfolg, aber keine Entwarnung
Der Rückgang der Falschgeld-Schadenssumme ist ein Erfolg für die Präventionsarbeit der Bundesbank und die Sicherheit des Euro-Bargelds.
Dennoch zeigt die Verlagerung auf einfachere Fälschungen bei 50-Euro-Noten, dass Kriminelle ihre Methoden anpassen und die Wachsamkeit der Bürger weiterhin gefordert ist.
Die kontinuierliche Aufklärung und die einfache Prüfbarkeit der Sicherheitsmerkmale bleiben entscheidend, um den Schaden für Verbraucher gering zu halten.