Bundesbank und EU-Kommission starten 3-Mio-Euro-Programm für Westbalkan-Zentralbanken
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Bundesbank und EU-Kommission starten 3-Mio-Euro-Programm für Westbalkan-Zentralbanken

Die Deutsche Bundesbank und die Europäische Kommission haben Phase III eines EU-finanzierten Programms zur Stärkung der Zentralbanken im Westbalkan gestartet. Die EU stellt dafür 3 Millionen Euro bereit.

Kapazitätsstärkung für die Integration

Die Deutsche Bundesbank hat gemeinsam mit 19 nationalen Zentralbanken des Europäischen Systems der Zentralbanken (ESZB) und der Europäischen Zentralbank (EZB) die dritte Phase des EU-finanzierten „Programms zur Stärkung der Zentralbankkapazitäten im Westbalkan“ ins Leben gerufen.

Dieses Programm zielt darauf ab, die institutionellen Fähigkeiten der Zentralbanken und Bankenaufsichtsbehörden in den EU-Beitrittskandidaten und potenziellen Kandidatenländern des Westbalkans zu stärken.

Die Europäische Union unterstützt das Vorhaben mit 3 Millionen Euro aus ihrem Instrument für Heranführungshilfe (IPA III).

Zu den Begünstigten zählen die Zentralbanken Albaniens, Bosnien und Herzegowinas, des Kosovo, Montenegros, Nordmazedoniens und Serbiens sowie die Bankenagenturen der Föderation Bosnien und Herzegowina und der Republika Srpska.

Die Bundesbank, als Projektleiterin, betont die Relevanz des Programms für die nachhaltige Vorbereitung dieser Institutionen auf eine künftige Integration in das Europäische System der Zentralbanken.

Intensives Training für Zukunftsfragen

Das auf 36 Monate angelegte Programm umfasst ein intensives regionales Trainingsangebot, das von der Bundesbank, Partner-Zentralbanken der EU und der EZB organisiert wird.

Schwerpunkte liegen auf aktuellen Entwicklungen in den Bereichen Geldwäschebekämpfung, Terrorismusfinanzierung, Cyberrisiken, Datenwissenschaft, digitale Transformation, Innovation und künstliche Intelligenz.

Auch die Unabhängigkeit von Zentralbanken und neue Zahlungssysteme werden thematisiert.

Neben den regionalen Schulungen sind spezifische bilaterale Maßnahmen vorgesehen.

Der offizielle Auftakt fand in der Banca d'Italia statt, mit hochrangigen Vertretern der Bundesbank, der Europäischen Kommission und der italienischen Zentralbank.