Bargeldlose Zahlungen im Euroraum wachsen um 7,7 Prozent
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Bargeldlose Zahlungen im Euroraum wachsen um 7,7 Prozent

Die Europäische Zentralbank (EZB) meldet für das erste Halbjahr 2025 einen Anstieg bargeldloser Zahlungsvorgänge um 7,7 Prozent auf 77,7 Milliarden. Der Gesamtwert erhöhte sich um 2,9 Prozent auf 116,0 Billionen Euro.

Boom der bargeldlosen Transaktionen

Im ersten Halbjahr 2025 stieg die Gesamtzahl bargeldloser Zahlungsvorgänge im Euroraum um 7,7 Prozent auf 77,7 Milliarden.

Der Gesamtwert dieser Transaktionen erhöhte sich um 2,9 Prozent auf 116,0 Billionen Euro.

Kartenzahlungen machten mit 57 Prozent den größten Anteil aller bargeldlosen Transaktionen aus.

Überweisungen folgten mit 22 Prozent, während Lastschriften 14 Prozent und E-Geld-Zahlungsvorgänge 6 Prozent der Gesamtzahl ausmachten.

Die Zahl der kontaktlosen Kartenzahlungen stieg dabei besonders stark an, um 12,8 Prozent auf 29,6 Milliarden Vorgänge.

Ihr Gesamtwert erhöhte sich um 13,9 Prozent auf 0,8 Billionen Euro.

Diese Entwicklung unterstreicht die fortschreitende Digitalisierung des Zahlungsverkehrs und die Präferenz der Verbraucher für bequeme und schnelle Zahlungsmethoden.

Die EZB veröffentlichte diese Statistiken, die Indikatoren für den Zugang und die Nutzung von Zahlungsdiensten, Karten und Terminals umfassen.

Die Daten für das erste Halbjahr 2025 sind vorläufig und können Revisionen unterliegen, was bei der Interpretation berücksichtigt werden sollte.

Karten dominieren den Zahlungsverkehr

Im ersten Halbjahr 2025 stieg die Anzahl der Kartenzahlungen im Euroraum um 9,6 Prozent auf 44,0 Milliarden, mit einem Gesamtwert von 1,7 Billionen Euro.

Der Durchschnittswert pro Kartenzahlung betrug 38 Euro.

Kontaktlose Kartenzahlungen nahmen um 12,8 Prozent auf 29,6 Milliarden Vorgänge zu, ihr Wert stieg um 13,9 Prozent auf 0,8 Billionen Euro.

Die Zahl der Zahlungskarten im Umlauf erhöhte sich um 12,2 Prozent auf 879,3 Millionen, was 2,5 Karten je Einwohner entspricht.

Während die Geldautomaten um 2,9 Prozent auf 249.300 sanken, stieg die Zahl der Zahlungsterminals (POS-Terminals) um 24,0 Prozent auf 24,7 Millionen.

Bemerkenswerte 93 Prozent dieser Terminals akzeptierten kontaktlose Zahlungen, was die weitreichende Akzeptanz dieser Technologie unterstreicht.

Digitalisierung auf der Überholspur

Die aktuellen Zahlen bestätigen den unaufhaltsamen Trend zur Digitalisierung im europäischen Zahlungsverkehr.

Die Dominanz von Kartenzahlungen und der rasante Anstieg kontaktloser Transaktionen zeigen, dass Verbraucher und Handel zunehmend auf effiziente und bequeme digitale Lösungen setzen.

Diese Entwicklung ist entscheidend für die Modernisierung der Finanzinfrastruktur und die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit des Euroraums im globalen Kontext.

Quelle: Zahlungsverkehrsstatistik für das erste Halbjahr 2025

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