BCRA führt neue Verzugsrate für Gerichte zur Rechtssicherheit ein
Die Zentralbank Argentiniens (BCRA) hat eine neue statistische Reihe, die Verzugszinsrate (TIM), genehmigt. Sie soll Gerichten helfen, Verzugszinsen für Peso-Schulden festzulegen und die Rechtssicherheit stärken.
TIM: Eine Formel für faire Zinsen
Die Verzugszinsrate (TIM) ist eine neue statistische Reihe, die von der Zentralbank Argentiniens (BCRA) eingeführt wurde.
Ihr Hauptzweck ist es, den Gerichten ein klares Instrument zur Verfügung zu stellen, um Verzugszinsen für Peso-Schulden gemäß Abschnitt 768(c) des argentinischen Zivil- und Handelsgesetzbuches zu bestimmen.
Die Berechnung der TIM basiert auf einem Durchschnitt aus einem passiven Zinssatz, der 30-tägigen Peso-Termineinlagen entspricht, und einem aktiven Zinssatz.
Letzterer ergibt sich aus dem gewichteten Durchschnitt der Zinssätze für Peso-Darlehen, die über Einzelschuldnerdokumente und Privatkredite gewährt werden.
Dieses Projekt wurde zuvor einer öffentlichen Konsultation unterzogen, um Transparenz und Akzeptanz zu gewährleisten.
Grenzen für faire Zinsen und digitale Hilfe
Die tägliche Zinsrate der TIM ist an zwei Bandbreiten gebunden, die den Wert der Schulden sichern und ihre Angemessenheit garantieren.
Sie darf die tägliche Variation des Referenz-Stabilisierungskoeffizienten (CER) plus 3 % effektiven Jahreszins nicht über- und minus 3 % nicht unterschreiten.
Zur Unterstützung wird ein TIM-Rechner im Bereich „Dienstleistungen und Verfahren“ der BCRA bereitgestellt, der die Schätzung von Zinsen und Gesamtbeträgen ermöglicht.
Die methodische Resolution und die historische Datenreihe im Excel-Format werden ebenfalls veröffentlicht.
Mehr Klarheit für Schuldner und Gläubiger
Die Einführung der TIM ist ein wichtiger Schritt zur Stärkung der Rechtssicherheit in Argentinien.
Sie bietet Gerichten eine klare, transparente Grundlage für die Berechnung von Verzugszinsen, was Willkür reduziert.
Für Unternehmen und Bürger schafft dies mehr Planbarkeit und Vertrauen in das Rechtssystem.